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Gegen die Mono-Kultur

Alte Kräuter beleben den Lippe-Polder-Park

Dorsten Pimpinelle, Ysop und Oswegokraut: Diese Gewächse werden im "Kunstwerk" Lippe-Polder-Park gegen die Mono-Kultur aufbegehren. 70 Tage lang stehen 70 zum Teil uralte Pflanzensorten im Fokus des Stadtparks auf Zeit. Sie erwachsen großen weißen Säcken, die seit Montag über das Gelände verteilt werden.

Alte Kräuter beleben den Lippe-Polder-Park

Bernd Pape (r.) und sein Helferteam setzten im Lippe-Polder-Park 52 Säcke mit den Nutzpflanzen aus.

Färberdistel, Wasserdost und Bechermalve: Geistiger Vater des grünen Pilotprojekts, das vom Land NRW und dem Lippeverband unterstützt wird, ist Bernd Pape. Er gehört zum Erziehungshilfe-Team des neuen LWL-Wohnheims für Suchtkranke in Maria Lindenhof. Der gelernte Gärtner will mit seiner Idee zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: „Unseren Bewohnern eine Beschäftigung geben und eine Nähe unserer Einrichtung zur Bevölkerung herstellen.“ Bronzefenchel, Schwarzkohl, Mangold gut gemischt: Das LWL-Team w

DORSTEN Mit einer Eröffnungsperformance wird das Consol-Theater am Sonntag (5. Juli) den spektakulären Startschuss für den Lippe-Polder-Park geben. Dann gibt es eine Woche lang Workshops rund um Rhythmik, Tanz und Theater. Und Überraschungen.mehr...

ird die insgesamt 750 einzelnen Gemüse- und Wildpflanzen pflegen und ernten. Und nachsäen. „Wir wollen hier 70 Tage lang was wachsen lassen“, sagt Bernd Pape. Anders als bei anderen temporären Aktionen wird nämlich am Ende des Polder-Parks nicht weggeworfen: Die Wildpflanzen sollen von „Paten“ in deren eigenem Grund und Boden ausgesetzt werden.

Anthroposophische Gärtnerin

Natternkopf, Porree, Weiße Lichtnelke: Sie alle wurden vor zwei Monaten auf einem Lippeverband-Grundstück aus keimfähigen Saatgut vorgezogen. Und von der anthroposophischen Gärtnerin Rita Kremer bezogen. Garten-Künstlerin Stefanie Strauss, die die Zusammenstellung der Pflanzen in den „Big Packs“ und im Lippe-Polder-Kräutergarten „komponiert“ hat, will damit auch auf bio-dynamische Anbaumethoden verweisen. „Durch Monokultur, Kunstdünger und industrielle Landwirtschaft steht die Zukunft unserer Ernährung auf dem Spiel.“

Perilla, Eibisch und Hirschhornwegerich: Damit das grüne Kulturgut nicht von den Kaninchen gefressen werden kann, hat Bernd Pape das „Big Pack“-Format gewählt. 1000 Liter Fassungsvermögen, jedes mehr als eine Tonne schwer. Die Behälter bilden einen „Kreuzgang“ im Kräutergarten, empfangen die Besucher am „Deichtor“ und werden den Lounge-Bereich des Schaukelbaum-Raums gärtnerisch aufwerten.

Mobiles Kommando

Perilla, Wilde Tomate und Prunkwinde: Natur pur als mobiles Einsatzkommando mitten auf dem Acker. Und wie die Natur so spielt: Bereits gestern mussten die Pflanzen wegen der trockenen Witterung begossen werden. Und auch für die nächsten Wochen ist für nötiges Nass gesorgt: Mitarbeiter des Betriebshofs des Grünflächenamts werden jeden Tag zum Lippe-Polder-Park ausrücken, um sie zu wässern: Flockenblume, Chilli und auch Baldrian

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