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Lärm und Müll „Auf der Bovenhorst“ in Dorsten

Anwohner ärgert sich über „extreme Vermüllung“

Dorsten Rolf Winter ist Anwohner der Straße Auf der Bovenhorst. Er ärgert sich über die „extreme Vermüllung“ - aber nicht nur darüber.

Anwohner  ärgert sich über „extreme Vermüllung“

Überall auf dem Parkplatz liegt Müll. Das ärgert Rolf Winter über ale Maßen. Foto: privat

Pizzakartons, Dosen, Bierflaschen und Servietten – auf dem großen Parkplatz Auf der Bovenhorst, zwischen McDonald’s, Media Markt und dem Treffpunkt Altstadt, hinterlassen viele Autofahrer und Passanten gerne ihren Müll. „Der Weg zu den Mülleimern scheint ihnen einfach zu weit zu sein“, sagt Rolf Winter verärgert. Die „extreme Vermüllung“ ist nicht das Einzige, das den direkten Anwohner des Platzes aufregt.

Lärmbelästigung raubt Nerven

Die Lärmbelästigung in den Abend- und Nachtstunden raubt ihm zusätzlich den letzten Nerv. Mal kämen die wummernden Bässe und die laute Musik aus zwei bis vier, mal auch aus bis zu 15 Autos. „Auch Leute aus Borken, Wesel und Ahaus nutzen den Platz offenbar als Treffpunkt“, hat Rolf Winter an den Kennzeichen beobachtet. „Manchmal klirren sogar die Gläser im Schrank“, berichtet er.

An Schlaf sei dann nicht zu denken. Ab und an gehe er raus und fordere die Nachtruhe ein. „Aber da bekommt man oft nur einen dummen Spruch.“ Auch die Polizei habe er schon gerufen. „Aber ich bin es leid. Wir wohnen stadtnah, da kann ich nicht davon ausgehen, dass es immer ruhig ist. Aber eine Disco außerhalb geschlossener Räume muss ja nicht sein.“

Mehr Kontrollen gefordert

Sowohl der Müll als auch der Lärm auf dem Platz sind nicht neu. „Aber eine Zeit lang war es besser“, sagt der Anwohner. Und zwar als noch stärker durch das Ordnungsamt kontrolliert wurde. „Die punktuellen Kontrollen haben damals zu einer deutlichen Reduzierung des Problems geführt.“ Deswegen hat er dem Ordnungsamt einen Brief geschrieben und es zum Handeln aufgerufen.

„Es muss langfristig eine Lösung gefunden werden.“ Ludger Böhne, stellvertretender Stadtsprecher, verweist auf Anfrage auf die Ansätze, mit denen die Stadt versucht, das Problem in den Griff zu bekommen. Es gebe unter anderem eine Vereinbarung mit dem McDonald’s-Betreiber, der freiwillig einmal täglich das Umfeld reinige. „Der Betreiber hat gegenüber der Stadt erklärt, dass er die Mitarbeiter noch einmal für dieses Thema sensibilisieren wird.“

Verschmutzung kostet

Zusätzlich werde das Ordnungsamt dort wieder regelmäßig kontrollieren, nochmals verstärkt nach Umsetzung des Konzepts „Kommunaler Ordnungsdienst“. Damit einhergehend greift der neue Bußgeldkatalog der Stadt Dorsten, der bei Verstößen gegen das Verunreinigungsverbot Bußgelder vorsieht: für das Wegwerfen von Zigarettenkippen (10 bis 20 Euro), Lebensmittelresten (45 bis 200 Euro), Papier, Glas, Dosen und sonstigen Verpackungsmaterialien (25 bis 200 Euro). Außerdem werden laut Stadt Quartierhausmeister im Projekt „Dorsten Treff – aktiv im Quartier“ regelmäßig das Umfeld kontrollieren und gegebenenfalls auch reinigen.

Ungelöstes Problem

Ungelöst bleibe ein Grundproblem: „Es ist schlichtweg unverständlich, dass Leute in der Lage sind, volle Tüten mit Lebensmitteln irgendwohin zu transportieren – aber nicht in der Lage sind, die leeren Tüten wieder mitzunehmen und auf den dafür vorgesehenen Wegen zu entsorgen“, erklärt der Stadtsprecher. „Nächtliche Ruhestörungen sind letztlich Sache der Polizei. Die Stadt wird hier das Gespräch suchen und prüfen, welche Kontroll- und Eingriffsmöglichkeiten es gibt.“

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