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Erste Stadtteilkonferenz in Holsterhausen

Auch der größte Dorstener Stadtteil hat jetzt sein Bürgerforum

Holsterhausen Mit der Gründung der Holsterhausener Stadtteilkonferenz hat jetzt auch der größte Stadtteil Dorstens sein Bürgerforum. Auch erste Projekte gibt es schon.

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Bürgermeister Tobias Stockhoff (l.) überreichte Matthias Feller beim Gründungstreffen am Mittwochabend die „Geburtsurkunde“ der Holsterhausener Stadtteilkonferenz, die nach Abstimmung der Anwesenden den Namen „Holsterhausen Konferenz # Hoko“ trägt.

Foto: Anke Klapsing-Reich

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Das erste Projekt der Stadtteilkonferenz: Wenn’s nach den Spielplatzpaten - dem Väter Treff - geht, wird sich die Anlage am Friedensplatz schon bald zum geselligen Treffpunkt für den gesamten Ortsteil entwickeln. Lars Ernst (Foto) und seine Mitstreiter bringen die Anlage in Schuss.

Foto: Anke Klapsing-Reich

Die „Geburtsurkunde“ hatte Bürgermeister Tobias Stockhoff in der Tasche, als er am Mittwochabend zum 1. Treffen der Stadtteilkonferenz ins Foyer des Schulzentrums an der Pliesterbecker Straße ans Mikrofon trat.

Bürgerliche Vernetzung

„Es ist gemeinsamer Wille des Rates, dass wir, wenn möglich, in allen Stadtteilen eine zertifizierte Stadtteilkonferenz haben“, nannte Stockhoff die Vorteile, die sich in den schon mit diesem Forum ausgestatteten Orten – Lembeck, Rhade, Wulfen, Hervest (+ Initiative Zukunft Marienviertel), Altstadt und Altendorf-Ulfkotte – deutlich zeigen: „Das bürgerliche Miteinander und die Vernetzung werden dadurch gefördert.

Die Bürger können ihre Kompetenz zum Wohle des Stadtteils einbringen. Sie können selbst entscheiden, wohin das Geld fließt, das ihrem Viertel aus dem Bürgerbudget des Büros für Bürgerengagement und Ehrenamt zusteht.“ Für den mehr als 13.000 Einwohner zählenden größten Stadtteil Holsterhausen ergibt sich da schon ein erkleckliches Sümmchen: „40 Cent pro Einwohner in diesem, und gar 80 Cent im nächsten Jahr – das ergibt für 2019 mehr als 10.000 Euro“, überschlug Stockhoff schnell im Kopf. Am 25. Januar hatten sich Vertreter von Holsterhausener Vereinen, Institutionen und interessierte Privatpersonen zu einem ersten Treffen zusammengefunden.

17 Namensvorschläge

Der Holsterhausener Matthias Feller, in Dorsten als Direktor der Sparkasse Vest bekannt, hatte dabei die Aufgabe übernommen, die Vorbereitungen für die Gründung der Stadtteilkonferenz zu koordinieren und zu einer ersten Zusammenkunft einzuladen. „Damit ist heute meine Aufgabe erfüllt“, ließ er die rund 70 anwesenden Personen bei der Begrüßung wissen – fälschlicherweise – denn, wer einmal „den Hut aufgesetzt hat“, wird ihn erfahrungsgemäß nicht so leicht wieder los. Und so führte Feller nicht nur mit Stockhoff durch die Tagesordnung, sondern erklärte sich im weiteren Verlauf des Abends auch bereit, im Orga-Team mitzuwirken, das das zweite Treffen der Stadtteilkonferenz organisieren wird. Doch zuerst musste das „Kind“ einen Namen bekommen: „Holsterhausen mischt mit, Holsterhausen packt an, Holsterhausen gestalten“ – 17 Vorschläge schrieben die Anwesenden auf ausliegende gelbe Karten.

„Holsterhausen-Konferenz #Hoko“

In zwei Abstimmungsrunden gewann der Vorschlag „Holsterhausen-Konferenz #Hoko“ schließlich die meisten hochgereckten Hände und machte das Rennen. Drei Treffen an wechselnden Tagungsorten, dreimal im Jahr, von wechselnden Orga-Teams vorbereitet; Kommunikation über E-Mail-Verkehr; ohne großen bürokratischen Aufwand; unterstützt von der Stadt, insbesondere Joachim Thiehoff, dem Leiter des Büros für Bürgerbeteiligung und Ehrenamt, der als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung steht: „Sie schicken mir Ihre Anträge, die ich gemäß der Richtlinien überprüfe. Dann übermittel ich sie ans Sprechergremium weiter“, unterstrich Thiehoff, dass nur Projekte gefördert würden, die der gesamten Bürgerschaft zugänglich seien.

Da traf der Projektvorschlag, den der an der Mobilen Jugendhilfe angedockte Väter-Treff Dorsten/Holsterhausen-Rhade beim ersten Treffen vorbrachte, gleich ins Schwarze: „Wir haben die Patenschaft für den Spielplatz am Friedensplatz übernommen.“ Für die Pflege müssen Gartengeräte angeschafft werden.

Treffpunkt im Stadtteil

Außerdem sollen zwei Schaukästen aufgestellt werden, in die Holsterhausener Vereine ihre Veranstaltungstermine „pinnen“ können. „Der Spielplatz könnte zum Treffpunkt im Stadtteil werden“, haben die aktiven Väter dort schon ein erstes Kinderfest eingestielt. Auf der Facebook-Seite (Väter Treff Dorsten Holsterhausen/Rhade) kann man die Fortschritte verfolgen. 750 Euro aus dem Bürgerbudget: Die #Hoko gab grünes Licht für den Antrag, der schon bald bei Joachim Thiehoff landen wird.

Teilnahme am Sternenlauf

Auch am Sternenlauf im Rahmen des „Stadtkrone“-Projektes, bei dem sich am 1. Juli Bürger aus allen Stadtteilen Richtung Bürgerpark zwischen Kanal und Lippe in Bewegung setzten, wird geballte „Hoko-Power“ zu spüren sein: „Wie wäre es mit einer Menschenkette?“, machte Jürgen Held eine interessante Rechnung auf: Vom Startpunkt Berliner Platz bis zum Bürgerpark seien es 1,7 Kilometer. Rechne man einen Meter für eine Person, bräuchte es 1700 Holsterhausener für die Menschenkette. „Das ist jeder 8.“, resümierte Held und versprach, dieses Projekt für die Stadtteilkonferenz in die Hand zu nehmen.

Beate Mende, Matthias Feller, Juliane Hilke und Rainer Thieken sind das Orga-Team, das das zweite Treffen der Holsterhausener Stadtteilkonferenz vorbereitet. Der Termin soll noch vor den Sommerferien sein. Als Ansprechpartner für alle Stadtteilkonferenzen steht Joachim Thiehoff zur Verfügung. Er ist erreichbar im Büro Bürgerbeteiligung und Ehrenamt, Tel. (02362) 663334 oder E-Mail.

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