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Preiskampf

Auf dem Marktplatz "droht" ein Bierkrieg

DORSTEN Wird aus einem jahrelangen Kleinkrieg ein großer Bierkrieg? Auf dem Markt stehen alle Zeichen auf Sturm. Alle "Pils-Sucher" wird's freuen: Bei künftigen Dorstener Stadtfesten bahnt sich ein Preiskampf an.

Auf dem Marktplatz "droht" ein Bierkrieg

Rappelvoll war´s auf dem Marktplatz beim letzten Altstadtschwoof - da blieb für das Café Solo (rechts hinter dem Köstritzer-Wagen) kein Platz mehr.

Das Fass zum Überlaufen brachte für Volker Eixler, Betreiber des Café Solo, eine Aussage von Altstadtfest-Organisator Thomas Hein. Der interevent-Chef hatte den Gastro-Betrieb der Lüge bezichtigt. Denn auf einem Aushang am Café Solo war zu lesen, dass man drinnen Getränke zum kleinen Preis anbiete, weil man die Gäste beim Altstadtfest nicht wie gewohnt draußen bedienen dürfe. Hein dazu: "Das ist eine Lüge. Wenn die Inhaber einen Antrag gestellt hätten, um wie andere Markt-Gastronomen während der Sonder-Veranstaltung Schankgebühren pro Tag und Tisch zu entrichten, wäre das kein Problem gewesen."

"Ein Antrag war nie nötig" Den Vorwurf der Unwahrheit wollen weder Café-Solo-Chef Volker Eixler noch seine hiesige Geschäftsführerin Nicole Zoske auf sich sitzen lassen. Zoske: "Wir wären bereit gewesen zu zahlen. Aber ein Antrag war vorher nie nötig. Wir sind davon ausgegangen, dass wie bei allen anderen Stadtfesten jemand vom Veranstalter ein paar Tage vorher zu uns kommt und alle Einzelheiten bespricht. Bei allen anderen war das der Fall, nur bei uns nicht."Stattdessen sei mit einem Bierstand der Café-Eingang förmlich verbarrikadiert worden. Nicole Zoske: "Wünsche nach Abstellflächen für Tische und Stühle in ungenutzten Winkeln wurden kategorisch abgelehnt. Und ohne Vorwarnung sind die Zulieferzeiten geändert worden, so dass es uns nur unter größten Schwierigkeiten möglich war, den Getränke-Nachschub aufrecht zu erhalten."

Weiteres Ärgernis: "Die Bierstand-Besucher mieden den Gang zu den abgelegenen interevent-Toiletten, sondern kamen alle ins Cafe Solo", klagt Immobilien-Besitzer Hans Baumann."Zunehmend Schikanen"

Eixler betrachtet die Querelen als vorläufigen Höhepunkt einer Entwicklung, die sich seit langem abzeichnet: "Wir sehen uns zunehmenden Schikanen ausgesetzt, die noch verstärkt wurden, seitdem Herr Hein mit dem Ordnungsamt verheiratet ist. Den Einwand, der interevent-Chef und DIA-Vorsitzende werde seine Ehefrau wohl kaum nach wirtschaftlichen Interessen ausgesucht haben, wischt Nicole Zoske vom Tisch: "Fakt ist, dass man mit Frau Brüning vernünftig reden konnte, während wir nach der Hochzeit jetzt bei Frau Hein abblitzen und immer neue Auflagen bekommen."

Da auch ein Schlichtungsgespräch mit dem Bürgermeister erfolglos verlaufen sei, sieht Volker Eixler die Vorkommnisse als Kampfansage, auf die er jetzt entsprechend reagieren wolle: "Die Tür ist zu! Mit Ausnahme des Lichterfestes, das von Stephan Reken mustergültig organisiert wird, gilt jetzt für alle Hein-Festivals: Mein Bier ist Dein Bier! Wir werden jedes Jahr im Eingangsbereich eine eigene Theke aufbauen und Markt-Besuchern besonders günstige Preise bieten."

 

 

 

 

 

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