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Bestnote für den Kultursommer

DORSTEN Nicht nur die Sonne lachte beim diesjährigen Kultursommer: Bis auf einen Regenschauer am Sonntagabend trübten kaum Wermutstropfen das Vergnügen an der Open-Air-Veranstaltung.

Bestnote für den Kultursommer

War sehr zufrieden: Kulturbüro-Leiter Klaus Schmidt.

Kulturbüro-Leiter Klaus Schmidt  zog im Gespräch mit Klaus-D. Krause eine erste Bilanz.

Herr Schmidt, wenn Sie Schulnoten vergeben könnten, wie sähe Ihr Zeugnis für diesen Kultur-Sommer aus?

Schmidt: Ich neige sonst zwar eher zum Understatement, aber diesmal würde ich eine glatte "Eins" vergeben! Die gute Premiere des Vorjahres wurde diesmal noch übertroffen.

Wie war die Resonanz an den einzelnen Tagen?

Schmidt: Am Freitag verfolgten rund 750 Zuschauer eine außergewöhnliche Musik-Performance. Im Musical-Bereich gibt es viel Durchschnittsware, aber was auf dem Markt geboten wurde, war wirklich erstklassig. Das gilt auch für den Samstagabend, als 600 Zuschauer aus dem Lachen nicht herauskamen. Und was beispielsweise Guido Thurck und seine WLT-Kollegen auf der Bühne zeigten, war nicht nur perfekte Unterhaltung, sondern geradezu akrobatisch.

Der einzige, dem Sie Punktabzüge bei der Benotung geben würden, ist wahrscheinlich Petrus gewesen. Hat es die Stimmung wesentlich getrübt, dass er am Sonntagabend die Schleusen öffnete?

Schmidt: Nein, trotzdem harrten noch 200 Zuhörer aus, um mit dem Gospelchor Enjoy bis 21 Uhr den mitreißenden Abschluss zu erleben. Vorher war der Wettergott uns wohlgesonnen. Wir waren in der Woche noch sehr besorgt, weil dauernd Regenfälle angekündigt wurden. Aber wir haben mit unserer Termingestaltung exakt das Schön-Wetter-Loch gefunden - bis auf den Schauer am Sonntagabend. Dafür war es jedoch gut, dass die Sonne am Nachmittag das Gespenst von Canterbury und seine 400 Zuschauer nicht zu sehr schwitzen ließ. So wurde auch diese Vorstellung ein großer Spaß für Jung und Alt.

Und die Chöre und Musikgruppen hatten sich den Besucher-Rekord von 900 Leuten, doppelt so viel wie 2007, wirklich verdient.

Also alles optimal? Oder gibt es etwas zu verbessern?

Schmidt : Wegen der Statik war leider keine höhere Bühne möglich, so dass man in den hinteren Reihen den Hals recken musste. Aber eine Zuschauer-Tribüne konnten wir wegen des Wochenmarktes leider nicht aufbauen.

Eigentlich soll der Kultursommer 2009 pausieren. Oder gibt es jetzt wegen des großen Erfolges andere Signale des Sponsors?

Schmidt: Die Manöverkritik mit der Volksbank folgt erst in ein paar Tagen. Aber vorher waren wir uns einig, dass jetzt die Vorbereitungen für 2010 beginnen, damit wir im Kulturhauptstadt-Jahr etwas ganz Besonderes bieten.

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