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Bio-Brot und Techno-Beats

Holsterhausen Der Bass dröhnt aus Klassenraum 202. Drinnen geben die Jungs aus der zehnten Klasse alles.

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Lecker: Leon und Philipp hatten frische Obstsäfte im Angebot.

Locker: "Jumpstyle" war eins der vielen Angebote. RN-Fotos Maiß

Ein "Jumpstyle"-Workshop ist eines der Angebote des Projektes "Gesund macht Schule" an der Erich-Klausener-Realschule. Drei Tage lang hatten sich die Schüler vorbereitet, gestern wurden die einzelnen Projekte im Rahmen eines großen Schulfestes den Eltern vorgestellt.

Schweißtreibend geht es auch in der Sporthalle zu. Kevin Fogler und Fausto de Oliveira nehmen die Schüler beim Kurs "Bauch muss weg" richtig ran. "Die machen das schon ziemlich gut", lobt Fogler. Die beiden Trainer des Fitness-Studios Injoy wurden von der Klasse 10a direkt angesprochen und waren sofort dabei.

Nebenan zeigt die Drogenberatung Marl wie es ist, mit 1,4 Promille Auto zu fahren, Tobi hat gerade die "Rauschbrille" auf und mäht mit seinem Kettcar einen Pylonen um. "So erfahren die Kinder früh, wie es ist, betrunken zu fahren", erklärt Berater Norbert Pfänder.

Aber auch im Schulgebäude bleibt kein Gesundheits-Wunsch offen: Fitness-Test, Massagen, Step-Aerobic, eine Wohlfühl-Oase mit Tee, Bingo oder eine Quizshow. Der Besucher weiß kaum, wo er anfangen soll.

Leckereien

Und immer wieder leckere Sachen: frische Säfte, Backwaren aus Biovollkornmehl mit gleichzeitiger Backvorführung, Tees, Salate, Gesundes rund um den Apfel. Hungrig oder durstig muss keiner nach Hause gehen. Aber es gibt auch Mahnendes: "Lärm macht krank" oder "Gesundheitsgefährdung durch Elektrosmog" sollen Denkanstöße geben.

Mittendrin bahnt sich Marvin seinen Weg. Er ist Versuchs-Kaninchen für den "Alterssimulationsanzug". Der Zwölfjährige zieht die Blicke auf sich. Gewichte, Ohrenschützer, eine Sonnenbrille und Beinschienen machen dem Schüler das Leben schwer. Er soll am eigenen Leib erfahren, wie es ist, älter zu werden und nicht mehr so beweglich zu sein. "Ich fühl mich wie hundert", gibt der Zwölfjährige zu.

"Die Schüler haben sich auf den heutigen Tag mit großer Begeisterung vorbereitet und waren sehr engagiert", freut sich Schulleiterin Elke Fißer-Grabowski (Foto). Sie lobt zeitgleich auch die Eltern, die ihre Kinder tatkräftig unterstützten. "Dieses Fest ist ein Weg, unsere Schule der Öffentlichkeit vorzustellen und ein wenig für uns zu werben. Klappern gehört nunmal zum Handwerk", erklärt die Rektorin ein weiteres Ziel des Tages. Im Rahmen-Programm traten der Schulchor und eine Instrumentalgruppe auf. "Die freuen sich, mal vor Publikum auftreten zu können", so Fißer-Grabowski.

Übrigens: "Jumpstyle" ist ein Tanzstil aus der Techno-Szene Chicagos, bei dem 150 Taktschläge pro Minute normal sind. Auch eine Art, sich zu bewegen und gesund zu bleiben. DM

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