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Boccia gefroren

Dorsten Klarer Fall von Wettbewerbsverzerrung: Kein Wunder, dass unser Team der Dorstener Zeitung bereits in der Vorrunde der Dorstener EisstockMeisterschaft ausscheiden musste.

Boccia gefroren

<p>Auch die Jüngsten verfolgten interessiert den ersten Spieltag des Eisstockschießens. Eggert</p>

Denn kaum ist die erste Partie auf der Marktplatz-Eisfläche ausgespielt, verkündet Schiedsrichterin Sarah Romanski von der Veranstalter-Agentur Interevent die Hiobsbotschaft: Zwei Eisstöcke sind bereits zu Bruch gegangen, statt vier dürfen fortan nur noch drei Spieler pro Team die Kehre (Runde) unter sich ausmachen. Für uns, die wir voll auf die Karte "Austariertes Mannschaftsgefüge" gesetzt haben, der Anfang vom Ende. Wir behalten uns einen Spielprotest beim Deutschen Eisstock-Verband vor.

Eiserner Pömpel

Freitagabend, 19 Uhr: Zum Auftakt von "Dreams on Ice" das traditionelle Eisstockschießen, eine rutschige Mischung aus Brauchtum, Präzisionssport, Boccia gefroren und Curling ohne Fegen.

An der Bande moderiert das Duo Winterfeld/Petzold von Hitradio Vest die ersten Play-Offs, während ihre Kollegen den Beweis antreten, dass sie auf eisigem Geläuf nicht gerade der Hit aus dem Vest sind: Mit 2:4 unterliegt die Radio-Crew den Alten Herren des SV-Dorsten-Hardt.

Dann endlich ist es auch an unserem Quintett, den eisernen Pömpel so genau ins Haus-Rund zu bugsieren, auf dass er möglichst nah am Zielobjekt, der so genannten "Daube", zum Liegen kommt. Unsere Kontrahenten, die Stauderjungen I, sind gewiefte Füchse, Boßel-Meister aus Gladbeck, vor Jahren bereits Gewinner des Dorstener Eisspektakels.

Unser erster Schuss sitzt haargenau, kein Blatt Zeitungspapier passt mehr zwischen Daube und Eisstock. Dann ein weiterer Top-Versuch - die erste Kehre geht 2:0 an uns. Doch wir müssen dem Erfahrungsschatz der Stauderjünger Tribut zollen: 3:4 heißt es zum Schluss, doch wir nehmen die Sache nicht so bierernst.

Geschmeidiger läuft das Spielgerät im zweiten Match, das Eigenpunsch-Doping vor Beginn des Wettbewerbs zeigt stimulierende Wirkung. 2:1 siegen wir gegen die Eisbären II aus dem Dorfe Hervest, trotz merkwürdiger Fehlwürfe eines Team-Kollegen, der ebenfalls diesem Ortsteil entstammt. Soll er doch im nächsten Jahr die Seiten wechseln.

Täuschungsmanöver

Liegt es an der neuerlichen Glühwein-Infusion oder an dem ausgebufften Täuschungs-Manöver, dass wir die Abschluss-Begegnung gegen die Schultenkämper auf die leichte Schulter nehmen? War echt kein netter Zug der Nachbarschaft vom Kreskenhof: Beim Aufwärmen sich als Rumpelschützen präsentieren, uns dann aber mit 1:0 vom Eis schicken. Gegen die Wertung des Spieltags haben wir aber dann doch keinen Widerspruch eingelegt. Wir haben nämlich kalte Füße bekommen. MK

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