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Brutaler Fußtritt ging ins Auge

Dorsten "Wer sich so mies verhält, der muss in den Knast." Richterin Regine Heinz nahm kein Blatt vor den Mund, als sie gestern im Dorstener Schöffengericht das Urteil verkündete: Ein Jahr und sechs Monate kann sich Oliver K. (22) nun hinter schwedischen Gardinen Gedanken über seine inakzeptablen Verfehlungen machen.

Diebstahl, Sachbeschädigung, Betrug, Haschischhandel, Urkundenfälschung - bei der Ansammlung von Straftaten war der unter Bewährung stehende Angeklagte in den vergangenen acht Jahren wenig wählerisch. Gestern musste er sich in Dorsten wieder einmal dem Vorwurf der körperlichen Misshandlung stellen.

" Ich war besoffen und hatte Stress mit meiner Perle", zeigte sich Oliver K. geständig und murmelte schließlich ein dünnes "Tut mir leid" in Richtung der drei jugendlichen Zeugen, die am vergangenen Rosenmontag Opfer seiner aggressiven Gewalttaten geworden waren.

Die glaubwürdigen Schilderungen des Zeugen-Trios deckten sich: Auf dem Heimweg nach einem fröhlichen Karnevalsfest am 19. Februar begegneten sie zwischen Kanal- und Lippebrücke hinter der Eissporthalle Oliver K., der sich mit seiner Freundin lauthals stritt und sie eine "Schlampe" und "Hure" nannte. "Hey, heute ist Rosenmontag, vertragt Euch doch", mischte sich Steffi K. wohlwollend ein - und hatte damit die unberechenbare Aggressivität ihres Gegenüber unterschätzt: " Halt die Fresse, Du Schlampe", schrie Oliver K. und stürzte sich auf die verblüffte Steffi K.

Alle Beschwichtigungsversuche schlugen fehl. Wie in Rage schlug und trat der ausgerastete 22-jährige Dorstener auf die Jugendlichen ein. Auch seine Begleitung mischte kräftig mit. Sie packte Steffi K. und schlug deren Gesicht immer wieder auf den Boden. Als Steffis Freund Sascha sich schützend über sie warf, trat Oliver K. ihm mit voller Kraft in die Brust und ins Gesicht. "Ich bin blind", schrie Sascha in großem Schmerz auf. Darauf ließ Oliver von seinem Opfer ab und zog von dannen.

Augapfelprellung mit Bindehautriss, Rippen- und Kieferprellung stellten die behandelnden Ärzte fest. "Zum Glück hat er nicht sein Auge verloren", zeigte Richterin Heinz keinerlei Verständnis für Oliver K.?s Aggressivität: "Wenn Sie im Knast sitzen, wird Dorsten ein Stück sicherer." sing

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