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CDU und FDP wollen Baumschutz-Satzung "absägen"

DORSTEN Die Tage der Baumschutz-Satzung sind gezählt. Nachdem schon lange in CDU und FDP Stimmen gegen das städtische Regelwerk laut wurden, soll die Satzung nun im Rat „abgesägt“ werden.

CDU und FDP wollen Baumschutz-Satzung "absägen"

Freie Bahn für die Motorsäge? Die Befürworter der Baumschutz-Satzung warnen vor dem großen Kahlschlag.

Jeweils einstimmig haben sich dafür die Fraktionen von CDU und FDP ausgesprochen. Sie wollen nun dazu in der nächsten Sitzung des Bauausschusses einen gemeinsamen Antrag stellen. Endgültig außer Kraft setzen könnte dann der Rat das Regelwerk in seiner Sitzung am 17. Dezember.

„Wir sind uns sicher, dass die Bürger nicht wahllos Bäume fällen werden“, meint CDU-Fraktions-Chef Bernd Schwane. Schließlich wollten die meisten Bürger selber gern in einer grünen Umgebung wohnen. Die Nachbargemeinde Schermbeck sei das beste Beispiel dafür, dass dort nach der Abschaffung der Satzung nicht die Kettensäge dauerhaft heißgelaufen sei.  „Die Baumschutz-Satzung stammt aus einer Zeit, in der das Umweltbewusstsein noch nicht ausgeprägt war“, betont FDP-Fraktions-Chef Thomas Boos, „das hat sich aber inzwischen grundlegend geändert.“ Heute gingen die Bürger sehr verantwortungsbewusst mit dieser Frage um.

„Die Abschaffung der Satzung ist ein gutes Beispiel für Bürokratie-Abbau, den wir selbstständig auf örtlicher Ebene initiieren können“, ist sich Boos auch mit dem CDU-Stadtverbands-Vorsitzenden Tobias Stockhoff einig. Alle Beteiligten hoffen, dass auch nach dem Wegfall der Satzung zahlreiche Bäume erhalten bleiben. Schwane: „Viele Leute fällten einen Baum bisher sehr früh, weil sie Angst hatten, dass er irgendwann zu groß wird.“ Künftig bekämen solche Bäume eine längere Lebenszeit. Und Stockhoff verweist auf eine grüne Oase: „Münster wurde zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt und hatte noch nie eine Baum- schutz-Satzung.“ 

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