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Debatte um Therapien im Ausland

Chefarzt gibt Nebentätigkeit für Life auf

Dorsten Die Debatte um die Unterbringung therapiebedürftiger Jugendlicher im Ausland ebbt nicht ab. Sie hat nach einer WDR-Reportage - die am Abend über die Unterbringung des zehnjährigen "Paul" in Ungarn ausgestrahlt wurde - nun die Vestische Kinder- und Jugendklinik in Datteln erreicht.

In der Kritik steht Chefarzt Dr. Rainer Dieffenbach. Er hat seit Jahren eng mit der Life Jugendhilfe GmbH zusammengearbeitet – als Gutachter, der eine Maßnahme zunächst einschätzt und dann mit einem Team auf Honorarbasis für die Life Jugendhilfe tätig wird.

Dorsten Der Junge, der am Montag die individual-pädagogische Maßnahme in Ungarn nach Erkrankung des Betreuers verlassen musste, zieht nächste Woche in eine Pflegefamilie. An der überraschenden Entscheidung war das Kind beteiligt.mehr...

Auf Anfrage machte die Vestische Kinderklinik deutlich: „Dr. Dieffenbach hat die Beratung und Betreuung ausschließlich im Rahmen der Nebentätigkeit übernommen. Die Klinik ist mit ihm übereingekommen, dass er sie ruhen lässt“, erklärte Sprecherin Hannah Iserloh. Bürgermeister Tobias Stockhoff stellte nochmals heraus, dass nicht die Vestische Kinder- und Jugendklinik, sondern die LVR-Klinik in Viersen die individual-pädagogische Maßnahme mit 1:1-Betreuung empfohlen habe. „Dem sind wir dann gefolgt.“

Mindestens viermal begutachtet

Stockhoff bestätigte, dass die Stadt von der Kooperation von Life und der Kinderklinik gewusst habe. „Ich halte das durchaus für ein Qualitätsmerkmal, weil die Klinik ja einen extrem guten Ruf hat.“ Anders als im TV-Bericht dargestellt, sei Paul nicht nur alle drei bis vier Monate, sonders „mindestens viermal“ in Ungarn begutachtet worden. Der Junge war etwas mehr als sieben Monate im Ausland.

Gerd Lichtenberger, Geschäftsführer der Life Jugendhilfe GmbH, wird am Donnerstag (11.6.) dem Jugendhilfeausschuss Rede und Antwort stehen. Er soll dann auch zum Honorar des Betreuers und zu dessen Gesundheitszustand Stellung nehmen. Wegen eines Herzinfarktes des Betreuers war Paul im Mai nach Deutschland zurückgekehrt und lebt seitdem bei entfernten Verwandten am linken Niederrhein.

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