Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Da waren plötzlich 5000 Autos weg

DORSTEN Lauert das Bermuda-Dreieck jetzt mitten auf einer viel befahrenen Dorstener Kreuzung? Das wäre zumindest eine Erklärung für den dramatischen Fahrzeugschwund, der jetzt dem Leser beim Studium einer Statistik ins Auge sprang.

Laut der aktuellen Tabelle über die Entwicklung des örtlichen Kraftfahrzeug-Bestandes waren am 31. Dezember 2007 insgesamt 5457 motorisierte Kräder, Pkw und Nutzfahrzeuge weniger auf Dorstens Straßen unterwegs als ein Jahr zuvor.

Nun hat die Stadt zwar in den letzten Jahren auch ein paar Tausend Einwohner verloren. Aber dieser Prozess zog sich über längere Zeit hin und hatte auf den Kfz-Bestand bisher nur geringe Auswirkungen. 2001 war erstmals die 58 000-Marke überschritten worden, seither pendelten die Zahlen jährlich um maximal Tausend Fahrzeuge.

Der Rekord mit 59 811 Kfz wurde in Dorsten am 31.12.2004 verzeichnet. Zum Jahresende 2006 waren dann 59 137 Fahrzeuge gezählt worden, bevor es ein Jahr später zum tiefen Fall kam – lediglich 53 860 Kfz wurden am 31.12.2007 noch registriert, davon 40 856 Pkw, 8952 Nutzfahrzeuge und 3872 motorisierte Zweiräder. Das kam uns spanisch vor.  Und auch bei der Stadt konnte man sich diese erhebliche Diskrepanz zunächst nicht erklären. Erst eine Nachfrage von Marc Lohmann beim Bundesamt in Berlin, wo die Daten gesammelt werden, führte zur Aufklärung: Die Berliner Statistiker haben ihre Zählweise geändert.

„Fahrzeuge, die für befristete Zeit abgemeldet sind, werden für diese Zeitspanne neuerdings heraus gerechnet“, teilte Lohmann des Rätsels Lösung mit, „daraus ergibt sich ein Schwund von rund zwölf Prozent.“ So logisch es ist, Fahrzeuge, die gar nicht das Verkehrsnetz belasten, nicht mitzuzählen, so bedauerlich ist die geänderte Erfassung für die Vergleichsfähigkeit. Daten über die Pkw-Dichte pro 1000 Einwohner oder über schadstoffarme Fahrzeuge können künftig nicht mehr den Werten vor 2007 gegenüber gestellt werden, weil sich sonst ein verzerrtes Bild ergeben würde

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Deutsche Glasfaser will für schnelles Internet sorgen

Wer in Wulfen und Deuten will den Breitband-Ausbau?

Wulfen/Deuten Nach Lembeck, Rhade und Östrich möchte die Deutsche Glasfaser auch in Alt-Wulfen (einschließlich Westabschnitt) und Deuten für schnelles Internet sorgen. Bald startet die Nachfragebündelung für den Breitband-Ausbau.mehr...

Diskussionen nach Unfalltod an der Händelstraße in Dorsten

Sind Fußgänger auf Parkplatz in Gefahr?

Dorsten Der Unfalltod einer 57-Jährigen auf dem Parkplatz des Nahversorgungszentrums an der Händelstraße wird online heiß diskutiert. Autofahrern wird Rücksichtslosigkeit vorgeworfen.mehr...

Prozess um versuchten Mord in Dorsten

Pärchen wollte 17-Jährige umbringen

Dorsten/Essen Einem Dorstener Pärchen (20 und 27) wird ab 26. Februar der Prozess gemacht. Die beiden sind wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Sie sollen eine 17-Jährige mit einem Messer attackiert haben.mehr...

Anwohner mahnt Raser

Das ist die erste private Tempo-Messtafel in Dorsten

Dorsten Zum ersten Mal hat ein Anwohner in Dorsten eine Tempo-Messtafel gekauft. Sie mahnt nun dauerhaft Raser vor seiner Haustür. Die Gründe erklärt der Familienvater im Video. Das Beispiel könnte Schule machen, hofft der Bürgermeister.mehr...

Trommelzauber an Pestalozzischule

Hardter Schüler machten sich mit der Trommel auf die Reise nach Afrika

Hardt Die Kinder der Pestalozzischule haben sich am Dienstag bis nach Afrika getrommelt. Der Trommelzauber war zu Gast an der Grundschule. DJ Dr. Fofo nahm die Kinder dabei mit auf eine Fantasiereise. Viele Fotos und ein Video gibt es bei uns. mehr...

Geständnis im „Voodoo-Prozess“

Abtreibungspillen an schwangere Prostituierte verteilt

Dorsten/Selm/Castrop-Rauxel Im „Voodoo-Prozess“ um Menschenhandel und Ausbeutung in Bordellen in Castrop-Rauxel und Umgebung geht es jetzt auch um illegale Schwangerschaftsabbrüche. Einer der Hauptangeklagten hat zugegeben, Abtreibungspillen an schwangere Prostituierte verteilt zu haben.mehr...