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Alles rund um Halloween

Das Grauen hat auch Grenzen

Dorsten Die Halloween-Nacht steht unter besonderen Vorzeichen. Nach vielen Zwischenfällen mit sogenannten "Horror-Clowns", allerdings noch nicht in Dorsten, ist die Polizei in erhöhter Alarmbereitschaft. Aber vielerorts wird auch einfach nur Party gemacht - ein Überblick.

Das Grauen hat auch Grenzen

Johannes Beisenbusch (l.) und Eva Arentz vom Geschäft "Heim und Garten" verkaufen gruselige Kostüme.

Wo kann heute Abend in Dorsten und Umgebung monstermäßig gefeiert werden?

Unter dem Motto "Dia de los Muertos" (Tag der Toten) steigt die Party ab 22 Uhr im Gemeinschaftshaus Wulfen. Wer sich verkleidet, erhält ab 18 Uhr vergünstigten Eintritt. Karten kosten 9 Euro an der Abendkasse.

Die "Nightaffairs-Halloween-Party" beginnt um 22 Uhr in der der Galerie der Traumfänger, Halterner Straße 105. Allerdings: Wer noch keine Karte im Vorverkauf ergattert hat, geht leer aus. Die Veranstaltung ist ausverkauft.

"Schermbeck tanzt zu Halloween" heißt es ab 22 Uhr im Ramirez in Schermbeck, Maasenstraße 84. Dort tanzen gruselige Gestalten gemeinsam durch die nur vom Schein einer Discokugel erhellte Nacht. Der Eintritt kostet an der Abendkasse 13 Euro.

Im Brauhaus am Ring, Kirchhellener Ring 80-82, wird ab 21 Uhr gefeiert. Karten kosten an der Abendkasse 10 Euro.

Welche Kostüme sind in diesem Jahr beliebt?

"Hexe, Vampir, Dracula und blutige Krankenschwester - diese Kostüme werden häufig gekauft", sagt Johannes Beisenbusch, Inhaber von "Heim und Garten" an der Klosterstraße. Mit Masken, Schminke, Kunstblut und Kontaktlinsen decken sich die Kunden auch noch kurz vor der Party ein.

Können sich Dorstener auch als "Horror-Clowns" verkleiden?

Ja, auch solche Kostüme hat "Heim und Garten" vorrätig und verkauft sie wie jedes andere Kostüm. "Wenn jemand mit einer Strumpfhose über dem Kopf eine Bank überfällt, werden ja trotzdem weiterhin Strumpfhosen verkauft", meint Johannes Beisenbuch, schränkt aber auch ein. "Die Kunden, die böswillige Absichten verfolgen, kaufen sowieso eher im Internet." Beisenbusch findet es natürlich nicht richtig, wenn "Horror-Clowns" Menschen erschrecken. Spätestens in ein paar Jahren wird sich das aber erledigt haben, glaubt er. "Dann kommt ein neuer Trend aus Amerika." Das sieht auch Björn Wallat, Geschäftsführer vom Partyhaus Wulfen, so.

Wie bewertet die Polizei das Halloween-Wochenende?

Sie rechnet mit einer arbeitsreichen Nacht. "Wir sind in erhöhter Alarmbereitschaft, erhöhen die Präsenz und werden konsequent einschreiten", sagt Polizeisprecherin Ramona Hörst aus dem Recklinghäuser Polizeipräsidium. Ihr Tipp fürs Partyvolk: "Auf Masken verzichten, damit es keine Missverständnisse gibt." Denn manchmal wissen sich vermeintliche Opfer auch zu wehren.

Hat es auch in unserer Region schon Zwischenfälle gegeben?

In Dorsten nach Auskunft der Polizei nicht, zumindest liegen keine Anzeigen vor. In Datteln aber sprangen Clowns zum Beispiel auf die Straße und zwangen Autofahrer zu Vollbremsungen. In Bottrop legten zwei Unbekannte einem Passanten ein Seil um den Hals und schleiften ihn einige Meter mit.

Was ist erlaubt und was könnte strafrechtlich Konsequenzen haben?

Jede Form von Gewalt oder Bedrohung mit einer Waffe wird strafrechtlich verfolgt. Aber: Nicht jeder "Clown" will tatsächlich auch angreifen. "In den meisten Fällen liegt die Intention des Maskierten im bloßen Erschrecken, insbesondere um die Zeit von Halloween", sagt Ramona Hörst. Das ist nicht verboten, doch Vorsicht: Auch das bloße Erschrecken kann Konsequenzen haben, wenn der so Erschreckte als Folge zum Beispiel stürzt und sich verletzt.

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