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"Das ist ein Armutszeugnis"

Sie haben den ARD-Zweiteiler "Contergan" gesehen. Ist es nun ein Doku-Drama oder ein Spielfilm?

Magdalena Starke: Es ist ein Spielfilm mit dokumentarischen Aspekten. Insgesamt hat er mir gut gefallen.

Grünenthal-Konzernchef Sebastian Wirtz hat unlängst seine Bereitschaft erklärt, Gespräche mit Geschädigten führen zu wollen. Was würden Sie ihn fragen?

Starke: Warum er so lange keine Bereitschaft zu Gesprächen gezeigt hat, wovor er denn Angst habe und ob er sich jemals darüber Gedanken gemacht hätte, wie unser Leben abläuft. Ich finde es ein Armutszeugnis, dass er erst jetzt das Gespräch sucht.

Regisseur Niko von Glasow, selbst ein Contergangeschädigter, zeigt in seiner Dokumentation "Schau mich an" unter anderem Geschädigte, die sich für einen Kalender nackt fotografieren lassen. Was halten Sie davon?

Starke: Ich habe die Dokumentation gesehen und konnte vieles nachempfinden. Der Teil mit den Nackt-Aufnahmen war unnötig. Allerdings gefallen mir solche Fotos allgemein nicht, egal von wem.

Britische Opfer erhalten 2100 Euro im Monat, deutsche zwischen 121 und 545 Euro. Der Unternehmer Nicholas Dobrik hat mit einem Boykott-Aufruf die Firma Diageo (Nachfolgegesellschaft des britischen Contergan-Lizenznehmers) zu höheren Zahlungen gezwungen. Ist das ein Weg?

Starke: Ich denke schon, dass Grünenthal die Behandlung von Folgeschäden unterstützen sollte. Wir zahlen Zuschläge in vielen Bereichen wie Auto- und Krankenversicherung. Hier sollte sich auch etwas ändern.

Glauben Sie, dass sich nun, da öffentlich diskutiert wird, etwas ändert?

Starke: Ich bin Realistin und deshalb sehr skeptisch. Es wäre schön, wenn die Folgeschäden mehr ins Blickfeld rücken würden.

Fragen: Daniel Maiß

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