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Dorsten ändert die Knöllchen-Technik

Die neuen Knöllchen in Dorsten sind grau

Dorsten Die Politessen-Post in Dorsten war bislang orange und hatte die Größe einer Ansichtskarte. Doch was künftig hinter die Scheibenwischer von Falschparkern gesteckt wird, ist anders in Farbe und Größe. Und es steht mehr drauf.

Die neuen Knöllchen in Dorsten sind grau

Der mobile Thermo-Drucker druckt künftig die kleinen grauen Verwarnzettel für Falschparker aus. Die orangefarbene Hinweiskarte der Politessen hat bald ausgedient. (Foto: Stadt Dorsten)

„Verwarnung“ steht auf dem kleinen Zettel, der hinter der Windschutzscheibe steckt. Das macht Sinn, denn auf den ersten Blick wird der Falschparker vielleicht nicht erkennen, dass es sich um ein Knöllchen handelt. Orange war die „Politessen-Post“ bislang und hatte die Größe einer Ansichtskarte. Doch diese Zeiten sind bald vorbei. Der Kommunale Ordnungsdienst der Stadt Dorsten erfasst Parkverstöße künftig mit handelsüblichen Smartphones, die mit einer besonderen Software ausgestattet und um einen kleinen Thermo-Drucker ergänzt sind. Der spuckt ein kleines graues Zettelchen aus – das „neue“ Knöllchen.

Jeder Mitarbeiter des Ordnungsdienstes kann Knölllchen ausstellen

Stadtsprecher Ludger Böhne hob am Donnerstag die Vorzüge der neuen Technik hervor. „Die Aufnahme eines Falschparkers gelingt mit den neuen Geräten schneller und – da die Kennzeichen automatisch erfasst werden – mit höherer Sicherheit.“ Neun dieser Smartphones hat die Stadtverwaltung angeschafft. Damit kann jeder Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes künftig Bußgelder ausstellen, wenn er einen Falschparker entdeckt. Böhne: „Die Politesse, die nichts anderes macht, als Knöllchen zu schreiben, wird es nicht mehr geben.“ Der Kommunale Ordnungsdienst nimmt am 1. Juni seine Arbeit auf.

Autofahrer wissen gleich, was ihnen zur Last gelegt wird

Der Stadtsprecher bemühte sich am Donnerstag, die Vorteile der neuen Technik auch für die Autofahrer zu beschreiben. „Sie wissen künftig sofort, was ihnen zur Last gelegt wird. Die neuen Ausdrucke enthalten Angaben zum Vorwurf, zur Höhe des Verwarngeldes und zur Bezahlung.“ Bei den bislang genutzten Hinweiszetteln erfuhren Autofahrer nur, dass ein Verstoß aufgenommen wurde, mussten für konkrete Informationen aber auf Post aus dem Rathaus warten. Die gibt es künftig nur noch, wenn die Verwarnung nicht umgehend bezahlt wird.

Übrigens: Für eine Übergangszeit bleiben die alten Geräte im Einsatz – und die Knöllchen somit orange. Niemand sollte glauben, er müsste dann nicht bezahlen.

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