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Gemeindefusion in Hervest

Drei Hervester Gemeinden zu einer fusioniert

Hervest Aus dreien ist eine geworden: Die Gemeindefusion von St. Marien, St. Josef und St. Paulus in Hervest ist offiziell. Nach zähen „Verhandlungen“ und vielen Stolpersteinen geht es für die neue Pfarrgemeinde nun auf in die Zukunft.

Drei Hervester Gemeinden zu einer fusioniert

Pfarrer August Hüsing nahm das Taufbuch in Empfang. Foto: Marie Rademacher

Die Kirchenbücher sind geschlossen, die drei eigenständigen Hervester Gemeinden St. Josef, St. Marien und St. Paulus Geschichte. Die Fusion ist seit dem gestrigen Sonntag offiziell. In einem feierlichen Gottesdienst hat Weihbischof Dieter Geerlings aus den drei Hervester Kirchengemeinden eine große Pfarrgemeinde gemacht – und damit dem langen Prozess der Fusion ein Ende gesetzt.

So war der Fusionsgottesdienst in Hervest

Pfarrer August Hüsing nahm das Taufbuch in Empfang.
Bürgermeister Tobias Stockhoff sprach ein paar Grußworte.
Ganz neu ist das Taufbuch der Pfarrgemeinde St. Paulus.
Die Stolpersteine, die bei dem Weg zur Fusion im Weg lagen, haben Kinder am Sonntag beim Gottesdienst symbolisch zur Seite geräumt. Und daraus eine neue Gemeinde St. Paulus gebaut.
Drei Kirchenbücher sind geschlossen – dafür ist aber ein ganz neues aufgeschlagen. Platz für viele Kapitel, die die neue Pfarrgemeinde St. Paulus in Hervest in Zukunft schreiben wird. Weihbischof Dieter Geerlings hat die Gemeinden St. Marien, St. Josef und St. Paulus am Sonntag bei einem Fusionsgottesdienst feierlich zusammengeführt.
Die Stolpersteine, die bei dem Weg zur Fusion im Weg lagen, haben Kinder am Sonntag beim Gottesdienst symbolisch zur Seite geräumt. Und daraus eine neue Gemeinde St. Paulus gebaut.
Antje Bartels brachte das Taufbuch der Gemeinde St. Paulus nach vorn zum Altar.
Ursula Bensch brachte das Trauungsbuch der Gemeinde St. Marien nach vorne.
Jürgen Bernhardt brachte das Sterbebuch der Gemeinde St. Josef zum Altar.
Drei Kirchenbücher sind geschlossen – dafür ist aber ein ganz neues aufgeschlagen. Platz für viele Kapitel, die die neue Pfarrgemeinde St. Paulus in Hervest in Zukunft schreiben wird. Weihbischof Dieter Geerlings hat die Gemeinden St. Marien, St. Josef und St. Paulus am Sonntag bei einem Fusionsgottesdienst feierlich zusammengeführt.
Drei Kirchenbücher sind geschlossen – dafür ist aber ein ganz neues aufgeschlagen. Platz für viele Kapitel, die die neue Pfarrgemeinde St. Paulus in Hervest in Zukunft schreiben wird. Weihbischof Dieter Geerlings hat die Gemeinden St. Marien, St. Josef und St. Paulus am Sonntag bei einem Fusionsgottesdienst feierlich zusammengeführt.
Die Stolpersteine, die bei dem Weg zur Fusion im Weg lagen, haben Kinder am Sonntag beim Gottesdienst symbolisch zur Seite geräumt. Und daraus eine neue Gemeinde St. Paulus gebaut.

„Was wir heute begehen, wird von manchen als großer Einschnitt und als Reduzierung wahrgenommen“, sagte er in seiner Begrüßungsrede. Und so manches Gemeindemitglied in der voll besetzten Josefskirche fühlte sich sicher angesprochen, als er fortfuhr: „Nicht wenige stimmt es traurig und sie sorgen sich, dass das ein Abbruch des kirchlichen Lebens zur Folge haben könnte.“ Aber hier verwies er auf das Motto, das die drei Gemeinden, die fortan als Pfarrgemeinde unter dem Namen St. Paulus zusammengehören, dem Gottesdienst gegeben hatte. „Paulus ist das, was wir daraus machen!“ stand als Titel auf den Kirchheften.

In diesem Sinne riet Geerlings dazu, in die Zukunft zu schauen, sich den Veränderungen zu stellen und die Kirche aktiv zu gestalten.

Wie berichtet, hatte es im Vorfeld der Fusion einige Stolpersteine gegeben – zeitlich hat sie sich deshalb auch etwas verzögert. Das war aber auch in Ordnung so, sagte Ursula Bensch, Vorsitzende des Pfarreirats St. Marien und Mitglied der Steuerungsgruppe für die Fusion. „So etwas braucht Zeit. Es war eine intensive und konstruktive Arbeit und wir freuen uns, dass es jetzt vollbracht ist“, sagte sie im Anschluss an den Gottesdienst.

Vieles soll erhalten bleiben

In diese Freude stimmte auch Christoph Hauptvogel, ebenfalls Mitglied der Steuerungsgruppe, ein. „Wenn drei eigenständige Gemeinden zusammengehen, müssen sie natürlich viel hinter sich lassen. Aber es werden auch viele Dinge erhalten bleiben“, sagte er.

Die letzten symbolischen Stolpersteine, die im Kreuzweg der Kirche aufgestellt waren, räumten dann noch die Kinder beiseite. Diejenigen also, denen das größte Stück von der Zukunft der fusionierten Pfarrgemeinde gehört. Denn drei Kirchenbücher sind zwar am Sonntag geschlossen worden. Weihbischof Dieter Geerlings hat aber auch ein ganz neues aufgeschlagen, dessen blanke Seiten in den kommenden Jahren mit Leben gefüllt werden sollen.

Die Änderungen im Überblick:

  • Die neue Pfarrgemeinde heißt St. Paulus. Sie übernimmt also den Namen der Gemeinde, die in dem Dreierbund die älteste war.
  • Die Kirchen selbst behalten ihre Namen St. Marien, St. Paulus und St. Josef. Wegen der zentralen Lage und guten Anbindung ist die Josefskirche fortan die Pfarrkirche.
  • Pfarrer der neuen Gemeinde ist Priester August Hüsing. Im Seelsorgeteam sind außerdem Pastor Manuel Poonat und Pastor Franz-Josef Wiebringhaus sowie Pastoralreferent Kai Kaczikowski und Pastoralassistent Fabian Christoph. Außerdem im Team sind Pater Kurian und Peter Bossmann von der Gemeinde in Holsterhausen sowie die dortige Pastoralreferentin Annegret Lewin.
  • Noch gibt es drei Pfarrgemeinderäte – für jede Teilgemeinde einen. Die Wahl eines neuen Pfarrgemeinderates, der dann für die drei fusionierten Gemeinden insgesamt zuständig ist, steht im Juni an.
  • Weiterhin wird es drei Pfarrbüros geben: St. Marien, An der Marienkirche 11, St. Josef, Burgdorffstraße 154, und St. Paulus, Petrusstraße 2.
  • Eine neue Homepage gibt es auch schon.
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