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Gesamtschule Wulfen

Ehemaligenfest bringt Erinnerung an Schulzeit zurück

WULFEN Die Gesamtschule Wulfen sah in den vergangenen 40 Jahren Tausende Schüler kommen und wieder gehen. Zahlreiche Erinnerungen und Geschichten stecken in den Mauern des Gebäudes. Erinnerungen, die am Freitag beim Ehemaligenfest wieder lebendig wurden. Die damaligen Klassenkameraden und Lehrer reisten an diesen Abend zurück in ihre Schulzeit. Unser Reporter war mit der Kamera dabei.

Ehemaligenfest bringt Erinnerung an Schulzeit zurück

Ehemalige und aktuelle Schüler sowie Lehrer waren zu dem Fest gekommen.

Ein Hauch von Nostalgie lag am Freitagabend in Luft. Im Eingangsbereich der Schule wurden Bilder aus der Vergangenheit gezeigt, eine Schülerband untermalte die lockere Atmosphäre mit sanften Klängen und der Jubiläumschampagner prickelte in den Gläsern. Doch im Vordergrund des Festes stand das große Wiedersehen und der Austausch alter Geschichten. „Ich hatte die geilste Schulzeit, die man haben konnte“, erinnert sich Christiane Grütjen. Sie verließ 1993 die Schule und arbeitet heute in der Gastronomie. Gerne schaut sie auf ihre Schulzeit zurück und kann sich noch an viele skurrile Geschichten erinnern. „In der achten Klasse hab ich mal ein Waschbecken abgerissen“, lacht sie. „So etwas, oder der Bombenalarm damals, vergisst man nie.“

Eindrücke vom Ehemaligenfest

Viele ehemalige Schüler und Lehrer waren am Freitagabend in die Gesamtschule Wulfen gekommen.

Auch Marie Schönstedt hat überwiegend gute Erinnerungen an ihre Schulzeit. Die ist gar nicht mal so lange her ist. Heute studiert sie auf Lehramt, um später selbst unterrichten zu können.

Unter die einstigen Schülern hatten sich auch einige Lehrer gemischt. Arthur Suckert hat, nachdem er 2012 die Schule verlassen hat, nie die Verbindung zur GSW verloren. Der Englisch- und Lateinlehrer spielt immer noch jeden Mittwoch in der Lehrerfußball AG. Er und Wolfgang Tripptrap (Schulleiter von 1982 bis 1995) sind sich einig: die Gesamtschule Wulfen steht für Solidarität, engen Zusammenhalt und Vielfalt. Werte, die sich in all den Jahren immer wieder bewehrt haben.

Am 13. August 1973 begrüßte die Gesamtschule den ersten Jahrgang. Die engagierte Kunst- und Deutschlehrerin Ursel Kipp, die von Anfang an mit dabei war, erinnert sich noch genau: „Wir mussten die ersten zwei Wochen in einer Jugendherberge in Winterberg unterrichten. Dann erst konnten wir in das Gebäude der Grünen Schule ziehen.“ Im Juli 1974 wurde der Grundstein für das heutige Gebäude gelegt. Acht Monate später zogen Schüler und Lehrer um. Seitdem befand sich die Gesamtschule im stetigen Wandel. 1994 wurden Umbauten für eine behindertengerechte Schule gemacht. Inklusion war somit schon vor 20 Jahren an der Gesamtschule Wulfen umgesetzt worden. 2011 begann der Umbau zu einer energiesparenden Schule. Die Baumaßnahmen sollen laut Schulleiter Johannes Kratz noch bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Immerhin werden jetzt schon bis zu 600 Tonnen CO2 im Jahr eingespart.

Dass sich viel verändert hat, merken auch die Ehemaligen. Bei einer Führung durch die Klassenräume zeigt Schulleiter Kratz, wie sich die Schule gewandelt hat: „Einen Gong gibt es heute nicht mehr. Die Lehrer entscheiden selbst, wann der Unterricht vorbei ist. Dadurch wird die Unruhe, die früher beim Gong aufkam, verringert.“ Die Klassenräume und Gänge sehen anders aus. „Irgendwie moderner“, stellt ein Absolvent fest. Das alte Sprachzentrum wurde im Laufe der Zeit zum Computerraum. Trotz aller Veränderungen entdecken die ehemaligen Schüler auch noch Bekanntes wieder. So ist der Computerraum zwar mit einem modernen Whiteboard und zahlreichen Monitoren ausgestattet – die Stühle stammen allerdings immer noch aus der „guten, alten Zeit“. Und auch die Erinnerungen sind etwas, das sich nie verändern wird.

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