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Eichenbalken stützen Städtepartnerschaft

DORSTEN Der Rhader Künstler Wilhelm Gabrielczyk fertigt eine Skulptur aus stabilen Eichenbalken, die symbolisch für die Städtepartnerschaft mit Newtownabbey steht.

Eichenbalken stützen Städtepartnerschaft

Auch das Dorstener Stadtwappen schnitzt Wilhelm Gabrielczyk in einen Balken des "Dreibeins" hinein..

Das symbolträchtige Kunstwerk soll den Hof des neuen Kulturzentrums zieren, das zurzeit im nordirischen Newtownabbey, direkt hinter dem Verwaltungsgebäude, aus dem Boden wächst. „Ein Geschenk der Städte Dorsten und Rybnik zum 50. Stadtjubiläum ihrer gemeinsamen nordirischen Partnerstadt Newtownabbey“, freut sich Wilhelm Gabrielczyk, dass er den Auftrag zur Fertigung dieses Geburtstagsgeschenkes erhalten hat. Sein „Dreibein-Entwurf“ überzeugte die Auftraggeber: „Die verschachtelten Balken können nicht einzeln stehen, sie müssen sich gemeinsam und gegeneinander stützen und tragen, um die rauen Zeiten und Erschütterungen des Lebens zu überstehen“, erklärt der Rhader.

Die circa 200 Jahre alten Eichenbalken entdeckte der Hobbykünstler zufällig auf dem Hof eines Rhader Bauern: „Mit ihren alten Zapflöchern, Zapfen und Holznagellöchern sind sie authentische Zeugen einer früheren Zeit, Symbol für Standfestigkeit und Stärke“, meint Gabrielczyk.

Holz ist wie Wachs in seinen Händen. Schon als Junge liebte der gebürtige Bottroper die Schnitzerei. Seine Ausbildung absolvierte er allerdings in einer anderen kreativen Branche: „Ich bin gelernter Schmied“, verrät der 65-Jährige. In den 32 Arbeitsjahren bei der Berufsfeuerwehr Bottrop blieb ihm für sein kreatives Handwerk wenig Zeit. Das änderte sich allerdings, als er nach einem Unfall vorzeitig in den Ruhestand trat.

Reliefs und Krippen, Josef und Jakob, Engel und Phantasiefiguren zaubert Wilhelm Gabrielczyk seitdem aus nacktem Holz. Seine mit Ornamenten verzierte und bemalte Stele aus 400 Jahre altem Eichenholz ist im Foyer des Carola-Martius-Hauses im schönen Rhade zu bewundern.

Die gesäuberten, 2,80 m langen Holzbalken für seinen aktuellen „Geburtstagsauftrag“ warten im Carport auf Schnitzeisen und Schlägel: „Die drei Balken werden mit starken Bolzen zusammengehalten und auf einen elipsen-förmigen gewölbten Sockel mit einer Aufpflasterung aus Granitsteinen gestellt“ erklärt Wilhelm Gabrielcyzk das weitere Vorgehen.

Auch Symbole, Zeichen und Ornamente wird der Rhader noch in die Balken schnitzen und mit Blech ausschlagen. Wer dann bei der im kommenden Sommer geplanten Übergabe des Geschenkes in Newtownabbey ganz genau hinschaut, der wird sie neben Sonne und Mond, Stadtwappen und Fisch erblicken: die ineinander greifenden Hände, als Symbol für eine stabile, wachsende Partnerschaft dreier Freunde.

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