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Biotop und Refugium

Ein „See“ für 4,9 Millionen Euro

WULFEN Es wird das zweitgrößte Gewässer in Dorsten werden, nur etwas kleiner als der Blaue See. Doch wer jetzt auf künftige Badespaß-Freuden spekuliert, der sieht sich getäuscht.

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Auch die Gräben neben der Frankenstraße sind mit Wasser voll.

Das Pumpwerk Gecksbach wird überflüssig.

Der "See" an der Frankenstraße zwischen Altwulfen und Lippramsdorf wird reines Biotop und Refugium für Tier- und Pflanzenarten werden. 4,9 Millionen Euro wird der naturnahe Umbau des Gewässersystems Gecksbach/Kusehorstbach kosten, den der Lippeverband ab nächstes Jahr für die Grundstückseigentümerin, die Ruhrkohle AG, plant.

Denn das gesamte Areal nahe der ehemaligen Schachtanlage Wulfen ist ein bergbaubedingtes Senkungsgebiet - mit Brach-und Feuchtwiesen, Schilf und Totholz und der Folge, dass sich die Fließrichtung des Gecksbaches umgekehrt hat. In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist dort ein kleiner "Senkungssee" entstanden, drei Hektar groß, nicht zugänglich und von den Straßen und Wegen her kaum einsehbar.

Überschwemmungen vermeiden

Ein Pumpwerk sorgt dafür, dass das See-Niveau derzeit auf einem Niveau von 33,81 Meter über NN bleibt - um Überschwemmungen der erst vor rund zwei Jahren sanierten Frankenstraße zu vermeiden, wie sie früher immer wieder vorgekommen sind.

Schon vor Jahren hatte es Überlegungen gegeben, wie man das Gewässersystem dort richten und die Vorflut wiederherstellen kann. Die damaligen Untersuchungen wurden aber unterbrochen, als die Ruhrkohle AG die Möglichkeit bekam, von Landwirten angrenzende Flächen zu erwerben. Die machen nun eine "große Lösung" möglich, die Karl-Heinz Müller, Projektleiter beim Lippeverband, kürzlich im Umwelt- und Planungsausschuss vorstellte, der dem Projekt seinen Segen erteilte.

Bauarbeiten bis 2018

Von 2016 bis 2018 werden die Bauarbeiten dauern. Die Pläne sehen vor, den Gecksbach so aufzustauen, dass sich ein 13 Hektar großes Biotop bilden kann. Zum Vergleich: Der Blaue See in Holsterhausen ist 15 Hektar groß. Der Gecksbach soll das überschüssige Wasser des Sees zum Heidkantbach ableiten. Heidkantbach und Kusenhorstbach werden vertieft und naturnah ungestaltet.

Der Anstieg des Wasserspiegels um ungefähr 1,50 Meter soll langsam innerhalb von zwei Jahren erfolgen. Da die Frankenstraße künftig mitten durch das Biotop führen wird, muss sie auf eine Länge von 400 Metern angehoben werden. Das Pumpwerk, das jährlich fast 800000 Kubikmeter Wasser fördert und dabei 40000 Euro Betriebskosten verschlingt, wäre nach Ende der Bauarbeiten überflüssig.

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