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Rettung des Wulfener Hallenbades

Existenz des Schwimmvereins "Delphin" steht auf dem Spiel

Wulfen Die Rettungsaktion für das Wulfener Hallenbad ist gestartet. Aber es steht noch viel mehr auf dem Spiel. Zum Beispiel die Existenz des Schwimmvereins Delphin Dorsten.

Existenz des Schwimmvereins "Delphin" steht auf dem Spiel

Rund die Hälfte der 320 »Delphin«-Mitglieder sind Kinder und Jugendliche. Viele sprangen beim 24-Stunden-Schwimmen ins Becken, um den Trägerverein zu unterstützen

„Im schlimmsten Fall müssten wir den Verein abwickeln, wenn das Bad geschlossen wird“, gibt Jürgen Michalski zu. Rund 320 Mitglieder, die Hälfte sind Kinder und Jugendliche, würde das treffen. Und Alternativen zum Wulfener Bad gibt es kaum.

  • Das Hallenbad in Schermbeck? Für viele junge Schwimmer, die mit dem Fahrrad zum Training fahren, ist das sicherlich zu weit. Für Haltern gilt das gleiche.
  • Die Kleinschwimmhalle in Lembeck? „Ausgebucht“, weiß Michalski aus Gesprächen. 
  • Die Schwimmhalle der Haldenwangschule? „Viel zu klein.“

Zum Jahresbeginn hat der SV Delphin die Mitgliedsbeiträge angehoben. „Nirgendwo im Schwimmbezirk Nord-Westfalen sind sie höher“, sagt Michalski ohne Stolz. 40 Mitglieder haben sich anschließend abgemeldet. Monatliche Ausgaben zwischen 7,50 Euro (Kinder) und 11 Euro (Erwachsene) waren ihnen zu viel. Rund die Hälfte dieser Einnahmen gehen an den Wulfener Trägerverein – 16 800 Euro pro Jahr. Mit dem Geld könnte der Club natürlich auch Schwimmzeiten im Atlantis „kaufen“.Der zweite Vorsitzende weiß aber nicht, ob überhaupt Platz wäre in dem 25-Meter-Becken. Mit solchen Gedankenspielen befassen sich die „Delphine“ derzeit sehr ungern. Priorität hat vorläufig die Rettung des Wulfener Bades. Die Einnahmen aus dem 24-Stunden-Schwimmen wurden gespendet. Auf dem Wochenmarkt und beim Bergfest in Hervest wurde die Werbetrommel gerührt, um 1000 Freunde für den Trägerverein zu gewinnen. Sie sollen mit einem Jahresbeitrag zwischen 60 (Kinder) und 180 Euro (Familien) den Trägerverein unterstützen. „Der Aufwand ist derzeit enorm“, gibt Michalski zu. Und wenn es dann doch nicht reicht, wenn entschieden wird, das Wulfener Bad zu schließen? Dann säßen auch der Schwimmverein „Seestern“, zwei Behindertensportgemeinschaften und zwei DRK-Gruppen auf dem Trockenen. Und das Schulschwimmen müsste deutlich reduziert werden. Michalski ist überzeugt: „Das alles hätte Auswirkungen, die jetzt noch gar nicht abzusehen sind.“

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