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Heimatverein will neue Räume schaffen

Fachwerkhaus wird ab- und wieder aufgebaut

Lembeck Auf ein kleines Abenteuer habe man sich mit dem Rückbau des Bauernhauses Oendorf schon eingelassen, gibt Thomas Weßeling, Vorsitzender des Heimatvereins Lembeck, zu. Ohne dabei aber Zweifel am Vorhaben aufkommen zu lassen.

Fachwerkhaus wird ab- und wieder aufgebaut

Mit dem Abtragen der Dachziegel starteten die Heimatvereinsmitglieder das Großprojekt. Foto: Bücker

Lange hatte der Heimatverein nach einem Fachwerkgebäude gesucht, um eine Lücke des „Am Krusenhof“ gelegenen Heimathofs zu schließen und mehr Räume für den Verein zu schaffen. Fündig wurde man in Lasthausen bei Familie Oendorf, die das seit den 1970er-Jahren leerstehende Bauernhaus aus dem 19. Jahrhundert dem Heimatverein zur Verfügung stellte.

Der Startschuss zum Rück- und Wiederaufbau fiel am Samstag mit dem Abtragen der Dachziegel. Als nächstes werde man wohl den Kamin, der den Wohnbereich des Hauses heizte, in Angriff nehmen. Von dessen Wärme profitierten die Knechte damals nicht, da sie ihre Schlafkammern über den angrenzenden und im Haus integrierten Pferdestallungen hatten, weiß Josef Oendorf zu erzählen.

Wie viel Originalsubstanz erhalten bleibt, sei noch nicht abzusehen, sagt Thomas Weßeling, „das kann man erst nach und nach erkennen, sobald das Mauerwerk entfernt wurde und die Holzbalken freiliegen.“ Auf Sanierungen sei man vorbereitet, da der Heimatverein auf Ersatzhölzer aus früheren Abrissen zurückgreifen kann.

Langzeitprojekt

Ein zeitnaher Abschluss des Projekts ist nicht in Aussicht, da es ausschließlich durch das ehrenamtliche Engagement des Heimatvereins gestemmt wird. Weitere freiwillige Helfer sind also willkommen.

Über genügend Erfahrung verfügen die Lembecker aber: Bereits in früheren Jahren wurde etwa der „Museschoppe“ ab- und wieder aufgebaut, oder das Backhaus von Grund auf neu errichtet. Das Fachwerkgebäude soll den Eindruck des Heimathofs als historischen Raum weiter stärken. Der ehemalige Wohnbereich soll rekonstruiert werden, um den zukünftigen Besuchern das einfache Landleben zu veranschaulichen, wohingegen die Ställe zu einem Museum für landwirtschaftliche Geräte umfunktioniert werden sollen.

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