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Geschichte von der grünen Katze im grauen Alltag

Dorsten Stimmungsvolles Licht durchflutete die obere Etage im Alten Rathaus und gebannt hingen die Besucher an den Lippen von Alexander Kostinskij. Ein Abend voller Geschichten und Musik und eine Reise in ferne, poetische Welten - so könnte man beschreiben, was der Trägerverein und das jüdische Museum mit dieser Lesung auf die Beine gestellt haben.

"Klang-volle Erzählungen" lautete der Titel des Abends, "klangvoll" in vielerlei Hinsicht. Mal ruhig und melancholisch, mal schwungvoll und voller Lebensfreude untermalten die Akkordeonklänge von Florian Stadtler die Erzählungen von Alexander Kostinskij, dem es gelang, das Publikum mit seinen Geschichten an eine gemütliche und warme Feuerstelle mitten in der klirrenden Kälte des ukrainischen Winters zu entführen. Denn mit seiner Erzählkunst steht er in der Tradition seiner jüdischen Familie.

Sehnsucht und Toleranz

Lustige, romantische und sehnsüchtige Geschichten, Erzählungen von Toleranz, Mitgefühl und Menschlichkeit erfüllten den Raum. Kindheitserinnerungen und Märchen, und zahlreiche Witze gestalteten den Abend unterhaltsam und man fühlte sich nicht nur an die eigene Kindheit erinnert, in der man gebannt den Geschichten des eigenen Opas lauschte, auch die Familie Kostinskijs konnte man bildlich vor sich sehen: Den Großvater, durch dessen löchrige Kappe Geschichten in seinen Kopf huschten, seinen Vater, den Sternenverkäufer und seine Großmutter, wie sie ihren Mann liebevoll für seine zerstreuten Eigenarten rügte.

Lachen und Zuhören

"Gemeinsames Lachen", das sei stets das Ziel seines Großvaters gewesen und die Märchen "das Salz in der Suppe" des alltäglichen Lebens, erinnerte sich der Autor und Erzähler, der 1946 in Kiew geboren wurde und seit 1992 in München lebt. Manchmal sei es nur ein Wort oder ein Satz gewesen, der jahrzehntelang wie ein Samenkorn in der Erde lag, um anschließend zu einer phantasievollen Geschichte heranzureifen, Erzählungen von der "grünen Katze" im grauen Alltag und vom Fliegen auf den Schwingen des Ostwindes.

Ein Abend, der zu mehr verlockte und manch ein Zuhörer konnte nicht wiederstehen, einen Band des Autors zu ergattern, um die Märchenstunde fortzusetzen. tif

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