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Großes Treffen mit kleinen Isetten

DORSTEN Mit ihren Isetten trafen sich am Freitag die Freunde der kleinen Knutschkugel in Dorsten.

Großes Treffen mit kleinen Isetten

An der Schleuse trafen sich die Freunde der kleinen Isetta, der Knutschkugel.

Ihren Spitznamen trägt die „Knutschkugel“ zu Recht. „An die Isetta-Zeit in unserer Jugend haben meine Frau Gerdi und ich sehr schöne Erinnerungen“, sagt Manfred Duckheim. 1955 war es, als das Kleingefährt von BMW auf den Markt kam, und auch heute gibt es noch 10 000 Exemplare, die auf Deutschlands Straßen unterwegs sind. Sechs von ihnen beehrten gestern Dorsten, und dafür war das Ehepaar Duckheim die treibenden Kraft. Die Kirchhellener sind in diesem Jahr Gastgeber für die „Luxemburger Gruppe“ des Isetta-Clubs. Sechs Fans der „Asphalt-Blase“, wie der deutsche „Mini“ auch genannt wird, treffen sich seitdem jährlich und reisen dafür aus Hagen, Hünxe, Bochum und sogar eigens aus Luxemburg an. „Das Auto habe ich aber auf dem Anhänger transportiert“, erzählt Guy Arend, der Luxemburger, der der Gruppe ihren Namen gab: „Bei mir haben wir uns nämlich das erste Mal getroffen.“

Am Freitag  machte der Isetten-Konvoi von Grafenwald aus eine Ausfahrt nach Dorsten. Erste Station war die Schleuse bei Hafenmeister Andreas Schimanski. Und auch dort wurden die Fahrzeuge von vorbeikommenden Fußgängern fotografiert. „Jeder dreht sich nach unserer Isetta um“, sagt Manfred Duckheim. Vor allem im vergangenen Jahr, als er mit Ehefrau Gerdi zum Großglockner fuhr: „Das war vielleicht eine Gaudi.“ Das können die Enkel Mandy, Niels und Nele nur bestätigen. „Die anderen Kinder gucken immer ganz groß, wenn Opa uns mit der Isetta von der Schule abholt.“ Und auch ihr Vater Jörg Duckheim aus Deuten war gestern bei der Tour dabei – mit Anhänger: „Es kann ja immer mal sein, dass eine Isetta liegen bleibt.“

Auch wenn sie bestens restauriert sind. „Die sind heute um die 15 000 Euro wert“, sagt Hans-Jörg Kirschbaum aus Bochum. Ihn fasziniert das Aussehen der alten Schätzchen: „Die Autos haben wenigstens noch ein Gesicht.“ Drei-Liter-Auto Auch wenn es mit der Fortbewegung ein wenig hapert: Die 12 PS bringen den Wagen gerade mal auf 85 km/h: „Aber dafür ist er immer noch ein echtes Drei-Liter-Auto.“ Margret Osada weist auf eine weitere Besonderheit ihr Vehikels hin: „Da die ersten Isetten nur einen Einstiegsflügel hatten, gab es damals schon eine Zentralverriegelung.

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