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Grundschul-Kollegien wollen zusammengelegt werden

Außerordentliche Ratssitzung

Die geplante Machbarkeitsstudie zur Grundschulsituation in Schermbeck lässt weiter auf sich warten. Jetzt wollen die Lehrer der beiden Schulen Fakten schaffen.

Schermbeck

von Berthold Fehmer

, 05.07.2018
Grundschul-Kollegien wollen zusammengelegt werden

Die Zusammenlegung der Maximilian-Kolbe- und der Gemeinschaftsgrundschule haben die beiden Kollegien beantragt. © Berthold Fehmer

Es liege ein Antrag der Kollegien der Gemeinschaftsgrundschule und der Maximilian-Kolbe-Schule vor, die beantragen, zusammengelegt zu werden, sagte Bürgermeister Mike Rexforth auf Anfrage. Über den Antrag soll der Rat in einer Sondersitzung am 26. Juli (Donnerstag) entscheiden.

Zwei Wochen vorher, am 12. Juli (Donnerstag) um 20 Uhr, haben die Schulpflegschaften der beiden Schulen zu einer Informationsveranstaltung ins Rathaus eingeladen. Dabei soll es um die jetzige und die zukünftige Situation der Grundschulen gehen. „Eine der größten Herausforderungen der demografischen Entwicklung sind die sinkenden Geburtenzahlen. Dieser Rückgang wird auch Auswirkungen auf die schulische Infrastruktur am Ort haben“, begründen die beiden Schulpflegschaftsvorsitzenden Rachel Timm (MKS) und Simone Abelmann (GGS) den Info-Abend, der sich mit dem Thema „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ befasst. „Wir würden uns über eine breite Beteiligung der Elternschaft sehr freuen“, ermuntern Rachel Timm und Simone Abelmann die Eltern zur Teilnahme, auch die Eltern der Kindergartenkinder.

„Kostenschätzung, die in die Millionen geht“

Bürgermeister Mike Rexforth wird an diesem Abend die Sicht der Verwaltung schildern. Er werde die Historie darstellen, sagt Rexforth, sowie die jetzige Situation. Energetische Sanierungen ständen für beide Standorte an, die Mensa-Situation sei nicht optimal, der Einzug des Digitalen in die Schulen sowie die Inklusion würden auf beide Standorte zukommen. „Wir haben eine Kostenschätzung, die in die Millionen geht“, so Rexforth. Zudem müsse man bei der Ausrichtung der Gemeinde, die den Zuzug von Familien begünstigen will, im Schulbereich ein attraktives Angebot schaffen, das konkurrenzfähig mit anderen Kommunen sei.

Dass es bislang noch keine Machbarkeitsstudie zur Grundschulsituation gibt, wie sie bereits vor einem halben Jahr angedacht war, liege daran, dass der Bundeshaushalt nicht beschlossen sei, so Rexforth. Die Studie solle gefördert werden aus Städtebauförderungsmitteln, die je zur Hälfte aus dem Landes- und Bundeshaushalt stammen. Man habe einen Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn gestellt, sagt Rexforth, der hofft, in geplanten Gesprächen mit dem Ministerium in der kommenden Woche positive Signale zu bekommen.

Außerplanmäßiger Ratstermin

Nach wie vor, betont Rexforth, sei völlig offen, zu welchem Ergebnis die Machbarkeitsstudie kommen wird. Wenn der Rat dem Zusammenschluss der Kollegien zustimme, bedeute dies eine organisatorische Zusammenlegung, die vor den Anmeldungen der neuen Erstklässler im November beendet sein soll - daher der außerplanmäßige Ratstermin. Damit werde aber noch keine Entscheidung getroffen, ob die Kinder künftig an einem oder zwei Standorten unterrichtet werden sollen, oder an welchem Standort. Die Entscheidung darüber sei den politischen Gremien vorbehalten.

Die Wählervereinigung „Bürger für Bürger“ ruft die Schermbecker dazu auf, ihre Meinung zum Thema über die BfB-Homepage, BfB-Facebook-Seite oder per E-Mail an klaus.roth46@gmx.de kundzutun. Dabei sollen die Bürger auch ihr Votum für die drei Möglichkeiten: a) Erhalt beider Grundschulen b) Fusion beider Grundschulen an einem Standort c) Aufgabe beider Standorte und Erstellung eines kompletten Neubaus abgeben.
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