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Hauptschullehrer packen ihre Umzugskisten

Geschwister-Scholl-Schule

Pappkartons stapeln sich zurzeit in der Geschwister-Scholl-Schule am Nonnenkamp. Bis zum 13. August muss alles für den Umzug an die Marler Straße eingepackt sein. Das hebt nicht die Laune.

Dorsten

von Anke Klapsing-Reich

, 04.07.2018
Hauptschullehrer packen ihre Umzugskisten

Welche Mathebücher in der Papier-Abfalltonne und welche in den Umzugskartons landen - das sortiert zurzeit Mathelehrer Johannes Fürhoff aus. © Anke Klapsing-Reich

Johannes Fürhoff nutzt jede Freistunde, um in der Lehrerbücherei die „Mathe-Abteilung“ durchzuforsten. Nach dem Aschenputtel-System „Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“ landen ausgediente Lehrwerke und Übungshefte in der blauen Altpapiertonne, die aktuellen und brauchbaren in dem Umzugskarton.

Grüne und rote Aufkleber

„Da pappe ich dann einen grünen Aufkleber drauf mit Angaben darüber, was drin ist und in welchen Raum in welchem Stockwerk der jeweilige Karton gebracht werden muss“, pfeffert Fürhoff die abgegriffene Mathematik-Aufgabensammlung von 1990 in die Tonne. Die rot beklebten Kisten signalisieren: Bitte entsorgen!

Neuer Standort in der Astrid-Lindgren-Schule

Das neue Schuljahr 2018/19 startet die auslaufende Geschwister-Scholl-Hauptschule mit fünf Jahrgängen (6 bis 10, ein neuer 5. Jahrgang wurde nicht mehr aufgenommen) in der renovierten ehemaligen Astrid-Lindgren-Schule an der Marler Straße. Die Hauptschüler ziehen auf städtische Anordnung ihr Gebäude am Nonnenkamp frei, um den Agatha-Schülern Platz zu machen, die wegen des Abrisses ihres Schulgebäudes am Voßkamp ein neues Dach über dem Kopf brauchen.

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Die erste Ferienwoche einpacken, die letzte auspacken - so steht‘s fürs Kollegium auf dem Stundenplan. „Die Laune bei Lehrern und Schülern ist nicht die beste“, beschreibt Johannes Fürhoff das aktuelle Stimmungsbild. Neben dem täglichen Schulbetrieb, der zum Schuljahresende durch Zeugnisse und andere Erledigungen erfahrungsgemäß betriebsame Hektik entfalte, jetzt also auch noch Umzugskartons packen.

Hauptschullehrer packen ihre Umzugskisten

So viel "Scholl-Schule" wie möglich soll mit an den neuen Standort ziehen. Auch die speziellen Türgriffe mit Zitaten der Geschwister Scholl. © Anke Klapsing-Reich

„Das Inventar der Küche, der Klassenzimmer, der Fachräume und Fachschaften – alles muss eingepackt werden“, rechnet der Mathelehrer mit mindestens 400 gefüllten Kartons. Vorsicht bei zerbrechlichen Requisiten aus den Technikräumen! Und wer packt eigentlich die drei Meter hohe Stele von Tisa von der Schulenburg ein, die den Schulhof ziert?

So viel „Scholl-Schule“ wie möglich

„Die kommt natürlich auch mit“, bestätigt Dirk Börger. So viel „Scholl-Schule“ wie möglich wolle man mitnehmen, „auch die Türgriffe mit den Zitaten der Geschwister Scholl oder das Fensterbild, das die Schüler anlässlich des 75. Todestages von Hans und Sophie Scholl angefertigt haben“, sagt Dirk Börger, der die erste Ferienwoche mit Einpacken geblockt hat. Doch sein Kaffeebecher „100 Jahre Feuerwehr Dorf-Hervest“ kommt ihm nicht in die Kiste: „Den trage ich persönlich in mein neues Büro!“

Hauptschullehrer packen ihre Umzugskisten

Der Kaffeebecher "100 Jahre Feuerwehr Dorf-Hervest" begleitet Dirk Börger seit sechs Jahren. Logisch, dass er diesen "treuen Freund" persönlich in sein neues Büro an der Marler Straße trägt. © Anke Klapsing-Reich

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