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Segelflug

Hendrik Berkel ist völlig losgelöst

DORSTEN In die Luft entschweben, einfach mal den Boden unter den Füßen verlieren und dabei die Welt aus einer ganz anderen Perspektive sehen: Für viele Jugendliche ist das nur eine träumerische Vorstellung, für Hendrik Berkel bedeutet es: "Wochenende!"

Hendrik Berkel ist völlig losgelöst

An Wochenenden ist Hendrik fast immer am Flugplatz des Luftsportvereins anzutreffen.

Der 16-jährige Schüler ist Mitglied im Luftsportverein Dorsten und hat das Segelfliegen für sich entdeckt. "Mein Vater hatte einen Bekannten, der Flieger war. Als ich 13 war, bin ich einfach mal mitgeflogen. Dann war es sozusagen um mich geschehen."

Seit drei Jahren geht Hendrik Berkel zwischen April und Mitte Oktober in die Luft. Dann sind die Wetterbedingungen über Dorsten am besten. Zunächst flog der junge Dorstener nur in Begleitung, inzwischen darf er auch alleine abheben. "Letzen Herbst habe ich meinen Flugschein gemacht", erzählt Hendrik stolz. "Jetzt darf ich sogar einen Passagier mitnehmen, der keine Flugerfahrungen hat." Auch Hendriks Mutter hat schon in dem engen Cockpit Platz genommen. Jedes Wochenende werden die Flugzeuge vor Flugbeginn zunächst gründlich durchgecheckt. "Sicherheit ist sehr wichtig", sagt Hendrik. Bevor es dann aber in die Luft geht, setzen sich alle Flugschüler und Fluglehrer zu einer Besprechung zusammen. "Dann reden wir übers Wetter", erklärt der 16-Jährige. "Es ist wichtig zu wissen, woher die Winde kommen und wie die Thermik ist."

Vier Stunden in der Luft Anschließend gilt: Wer zuerst kommt, darf zuerst fliegen. Darauf freut sich Hendrik natürlich am meisten. "Mein längster Flug dauerte etwa viereinhalb Stunden. Manchmal kann man aber nur etwa vier Minuten in der Luft bleiben". Alles eine Frage des Wetters. Wenn der Flugtag zu Ende geht, muss der Flieger geputzt werden - jedes Mal. "Das gehört einfach dazu", meint Hendrik. Im Sommer geht es für Hendrik mit etwa zehn anderen Flugschülern und ein paar Fluglehrern nach Renneritz. Zum dritten Mal wird er bei dieser Sommerfreizeit dabei sein, bei der man zwei Wochen lang von morgens bis abends fliegt. Vorausgesetzt natürlich, das Wetter spielt mit. Viel Zeit investiert Hendrik Berkel ins Segelfliegen und wenn es nach ihm ginge, könnte aus dem Hobby ein Beruf werden. " Ich würde gerne als Pilot bei einer bekannten Fluggesellschaft arbeiten."

 

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