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Schützenfest

Hendrik Bienbeck ist neuer König in Altschermbeck

Hendrik Bienbeck ist neuer König in Altschermbeck. Mit dem 575. Schuss holte er um 15.45 Uhr den Rest des Schützenvogels von der Stange, der zu diesem Zeitpunkt eher einem Zahnstocher glich.

Hendrik Bienbeck ist neuer König in Altschermbeck

Hendrik Bienbeck ist neuer König der Altschermbecker Schützen.

Schützenfest Altschermbeck

Hendrik Bienbeck ist neuer König der Altschermbecker Schützen.
Der neue Altschermbecker Thron.
Der alte und der neue Thron von Altschermbeck.
"Oh, wie ist das schön", sangen der neue Thron und das Schützenvolk vor dem Haus von Große-Ruiken.
Das begeisterte Schützenvolk feierte sein neues Königspaar.
Die neue Königin Julia Ufermann wurde auf Händen zu ihrem König getragen.
Da musste man schon mit einem Fernglas genau hinschauen, als es dem Zahnstocher-Rest vom Schützenvogel an den Kragen ging.
Treffer: Und trotzdem blieb immer noch ein Rest auf der Stange.
Anfeuerungsrufe gab es für die Königsaspiranten.
Da dachten alle, der Vogel sei unten. Doch ein "Zahnstocher" hatte sich noch auf der Stange gehalten.
Der alte Thron beobachtete aufmerksam das Schießen.
Mit Blasmusik wurden die Besucher unterhalten.
Für Kinder wurde auch einiges im Schützenwäldchen geboten.
Hier konnten die kleinen Schützen schon mal üben.

"Ich zittere immer noch“, sagte Bienbeck eine halbe Stunde nach dem Königsschuss. Da hatte er allerdings auch ein höchst dramatisches Schießen hinter sich, so viel sei an dieser Stelle bereits verraten. Zunächst hatten die Schützen aber mit leichter Munition die Insignien unter Beschuss genommen. Beim 28. Schuss schickte Werner Schäfer die Krone zu Boden. Frank Köther ließ den Reichsapfel mit dem 50. Schuss folgen. Das Zepter ging beim 107. Schuss an Dirk Weber. Den linken Flügel sicherte sich Marvin Knoll (233. Schuss), den rechten Flügel Berthold Bienbeck (300. Schuss). Nun wurde eine Schießpause eingelegt.

Zwei Konkurrenten

Anschließend ging es ans Eingemachte. Hendrik Bienbeck (23) machte sich daran, zusammen mit Reinhard Volks, Matthias Stenkamp, Tobias Assenmacher, Jan Speckamp, Rene Kemper und Bernd Becker den Vogel zu durchlöchern. Im Laufe des Schießens sprangen immer wieder Aspiranten ab, sodass am Ende Rene Kemper und Bernd Becker als Bienbecks Konkurrenten übrig blieben.

Um 15.17 Uhr trat Bienbeck an, zielte und beförderte den Vogel zu Boden. Zumindest dachten das in diesem Moment mehrere Hundert Besucher im Wäldchen bei Große-Ruiken. Die Kapelle spielte einen Tusch, die ersten Schützen gratulierten bereits, doch die aufmerksamen Schießmeister und Fernglasträger winkten ab. Und in der Tat: Bei genauem Hinsehen sah man auf der Vogelstange noch einen Span des Vogels. Nur unwesentlich größer als ein Zahnstocher und extrem schwer zu treffen.

"Dieses Jahr wird´s probiert"

Jetzt begann das große Zittern für Bienbeck. „Schlimmer als in jeder Vorstellung“, seien diese Minuten gewesen, gestand er später. Sein Vater und seine Mutter waren bereits König und Königin von Altschermbeck, und Hendrik Bienbeck hatte sich schon vor zwei Wochen vorgenommen: „Dieses Jahr wird’s probiert.“ Dass es allerdings so schwer werden würde, konnte er da noch nicht ahnen. Diesen letzten Rest auf der Stange zu erwischen – da hätte es eigentlich eines Zielfernrohrs bedurft, was beim Königsschießen natürlich nicht vorgesehen ist. Mit einem Schuss schaffte Bienbeck sogar noch das Kunststück, den Span zu halbieren, bevor er um 15.45 Uhr beim 575. Schuss endlich erlöst wurde.

Auf Schultern gefeiert

Auf den Schultern seiner Kameraden ließ sich der 23-jährige Bankkaufmann feiern und nahm später Julia Ufermann (24) zur Königin. Begleitet werden sie von den Ehrendamen Sophie Scholtholt und Britta Steinkamp sowie den Ehrenherren Felix Ufermann und Marius Sühling. 

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