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Hier können die Stadtteilbewohner mitmischen

Bürgerrunde für die Feldmark

Fast 150 Teilnehmer gründeten am Mittwoch (6.6.) in der Gaststätte Maas-Timpert eine Stadtteilkonferenz für die Feldmark. Schon jetzt gibt es konkrete Ideen und Themen.

Feldmark

von Michael Klein

, 07.06.2018
Hier können die Stadtteilbewohner mitmischen

Alle Anwesenden erklärten sich per Handzeichen mit der Gründung der Bürgerrunde einverstanden. © Michael Klein

Sieben Dorstener Ortsteile haben bereits eine Stadtteilkonferenz – am Mittwoch haben auch die Feldmärker nachgezogen. Und das mit großem Nachdruck: Fast 150 Bürger sorgten dafür, dass der Festsaal der Gaststätte Maas-Timpert bestens gefüllt war.

Wahl des Namens

„Damit wird ein neues Kapitel in der Feldmark aufgeschlagen“, freute sich Mit-Initiator Dieter Dreckmann, bevor er zur ersten Abstimmungen aufrufen durfte: Bei der Wahl des Namens setzte sich der Vorschlag „Bürgerrunde Feldmark“ mit 29 Stimmen knapp gegen die Titel „Wir – Die Feldmark“ und „Feldmark-Konferenz“ durch. Bürgermeister Tobias Stockhoff erläuterte zwischendurch Sinn und Zweck einer solchen Konferenz, die ein Bindeglied zwischen Einwohnern, Politik und Verwaltung sei. „Wichtig ist, dass die Bürger selbst entscheiden, welche Themen angesprochen werden.“ Zudem profitieren die Stadtteile von finanziellen Mitteln aus dem Bürgerbudget. Auch die Feldmärker können nun beschließen, welche Initiativen im Stadtteil mit dem Geld daraus gefördert werden.

50 Cent pro Einwohner

In diesem Jahr stehen pro Einwohner 50 Cent zur Verfügung. Ein Großteil davon hat im Frühjahr bereits die „Ideenfabrik Stadtsfeld“ für ihre Grün-Aktivitäten bekommen, „da wussten wir ja noch nicht, dass sich so schnell eine Stadtteil-Konferenz gründen würde“, so Stockhoff.

Etwas Geld ist aber noch im Topf. Und im nächsten Jahr stünde bereits ein Euro pro Bewohner zur Verfügung. Bedeutet für die Feldmark: mehr als 7900 Euro. „Denn so viele Menschen leben hier, damit sind wir von der Bevölkerungszahl her der viertgrößte Dorstener Stadtteil“, erklärte Britta Lange vom Gründungskomitee, die an dem Abend viele interessante Details über die Feldmark beitrug.

Mit Paul Schürmann, Werner Machatschke, Julia Wilmes, Manfred Wissing, Britta Lange, Reinhold Hermanns, Siegfried Paul, Dieter Dreckmann, David Klapheck und Hans Rexforth erklärten sich gleich zehn, vornehmlich aus dem Schützenverein stammende Feldmärker bereit, als Organisationsteam künftig dreimal im Jahr die Bürgerrunde Feldmark vorzubereiten und zu leiten. „Wir bleiben für weitere Interessenten offen“, so Dreckmann.

Von der „Ideenfabrik Stadtsfeld“ meldete sich zwar kein Mitglied, um im künftigen Leitungsteam mitzuwirken. „Wir wollen aber mit unseren Aktivitäten weitermachen und uns damit einbringen“, so Gerhard Jendrzey, einer der Sprecher. Und so wurde die Gruppe noch während der Versammlung von Bürgermeister Stockhoff als Ansprechpartner und Vorbild ins Spiel gebracht. Denn bei einer ersten Saal-Umfrage, mit welchen Themen-Vorschlägen sich die Bürgerrunde demnächst beschäftigen solle, meldeten sich Bewohner aus dem Wohngebiet „In der Miere“, die dort Nachholbedarf in Sachen Grünpflege sehen.

Weitere Vorschläge

Weitere Vorschläge: Wolfgang Lange will auf der nächsten Sitzung seinen Wappen-Entwurf für die Feldmark vorstellen, Michael Compernass möchte eine Arbeitsgruppe gründen, die sich mit historischen Themen beschäftigt und im Internet einen Wikipedia-Eintrag über die Feldmark erstellt. Auch die Taschengeldbörse des Seniorenbeirats soll präsentiert werden. Die Kita Arche will an einer Hauswand sogar einen realen Postkasten einrichten, wo die Bürger ihre Vorschläge einwerfen können.

Da der Stadtteil durch die Bahnlinien in die Bereiche Feldmark 1 und Feldmark 2 getrennt wird und da sich die „Neu-Bürger“ in dem 30 Jahre alten Wohnviertel als „Stadtsfelder“ und nicht als „Feldmärker“ sehen, soll die Bürgerrunde Feldmark auch für ein stärkeres „Wir-Gefühl“ sorgen.

Ein erstes Zeichen setzte die Bürgerrunde mit der Ankündigung, am „Sternlauf der Dorstener Stadtteile“ zur Stadtkrone (Sonntag, 1. Juli) teilzunehmen. Zwar laufen die Feldmärker Teilnehmer dann an zwei unterschiedlichen Stellen los, vereinen sich am schließlich am Kiosk an der Vestischen Allee, um von dort aus gemeinsam zum Familienfest in den Bürgerpark Maria Lindenhof zu ziehen.

Für die nächste Sitzung der Bürgerrunde Feldmark sammelt das Orga-Team weitere Themenvorschläge. Bis es eine offizielle Mail-Adresse gibt, nimmt Dieter Dreckmann diese Anregungen hier entgegen.
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