Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Im Dämmerwald herrscht wieder Ordnung

SCHERMBECK Ruhe ist im Dämmerwald eingekehrt. Der mächtige Harvester, der monatelang umgeknickte Bäume in transportfähige Einzelteile zerlegte, hat seine Arbeit vollendet.

/

Mit dem 300 PS starken "Harvester" der Lembecker Firma Bertil Karlsson GmbH hat Carsten Wellen wochenlang im Dämmerwald aufgeräumt. RN-Foto Scheffler

Forstamtmann Hans-Toni Jaeger zählt die aufgestapelten Stämme. Damit kein Stamm doppelt gezählt oder vergessen wird, sprüht der Förster einen Farbpunkt auf.

Im Januar 2007 fegte der Sturm Kyrill so mächtig durch den Wald, dass mehr als 18.000 Festmeter Holz  zu Bruch gingen. Das entspricht in etwa dem dreifachen Einschlag in normalen Jahren.Zu viel Holz auf dem Markt

"Der wirtschaftliche Schaden war immens", berichtet Forstamtmann Hans-Toni Jaeger als Leiter des Forstbetriebsbezirks Dämmerwald. Innerhalb weniger Monate kam es zu einem starken Preisverfall, weil plötzlich zu viel Holz auf dem Markt war. Dabei hatte Jaeger noch einigermaßen Glück. Der forstliche Lohnunternehmer war zufällig für den Zeitpunkt des Sturms bestellt worden und konnte mit seiner Arbeit zu einem frühen Zeitpunkt beginnen, als die Preise noch nicht eingefallen waren.

Im Verlauf des Jahres machten sich noch Spätfolgen des Orkans bemerkbar. Da das Feinwurzelwerk vieler Bäume zerstört war, stürzten weitere Bäume um, sodass sich schließlich die Schadensauswirkung auf rund 19 000 Festmeter belief. Etwa 90 Prozent des geschädigten Holzes machten die Nadelhölzer aus. Vor allem die Fichte als Flachwurzler war dem Orkan ausgeliefert. Außerdem boten die immergrünen Pflanzen dem Sturm größere Angriffsflächen als Buchen, Eichen und Birken, deren Schadensanteil bei etwa zehn Prozent lag.

Viel experimentiert

Parallel zur Beseitigung der Schäden begann das Forstamt mit Wiederaufforstungsmaßnahmen. Bei etwa 10 000 Euro Wiederaufforstungskosten pro Hektar, so Jaeger, hätten die Mittel bei weitem nicht ausgereicht. So habe man viel experimentieren müssen.  Auf einer etwa drei Hektar großen Kahlfläche mit ehemaligem Fichtenbewuchs wurde zum Beispiel wegen Geldknappheit gar nichts unternommen. "Das ist für uns auch Neuland", so Jaeger, "wir warten einfach ab, was die Natur liefert." Wo bis zum Jahre 2011 noch nichts nachgewachsen sei, würden dann Buchen angepflanzt. Diese Methode trägt als Risiko in sich, dass nichts wirtschaftlich Verwertbares auf der Kahlfläche nachwächst.

Auf einer Fläche wurde die so genannte "Nestbepflanzung" praktiziert. Dabei handelt es sich um kleine inselartige Kahlflächen inmitten eines weitgehend erhalten gebliebenen Baumbestandes. Dort haben die Forstleute Buchen angepflanzt. An einem weiteren Standort werden durch Kunststoffröhren, so genannte "Mini-Gewächshäuser", junge Eichenbäumchen auf einem tonigen Unterboden vor dem Verbiss gesichert.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Vollsperunng der Maassenstraße abgewendet

Radweg-Sanierung wird verschoben

Schermbeck Die Vollsperrung der Maassenstraße in den Sommerferien ist vom Tisch. Straßen-NRW verschiebt die angekündigte Radweg-Sanierung auf 2019. Trotzdem äußerten einige Politiker im Bauausschuss Kritik.mehr...

Gesamtschüler bei „Jugend forscht“ erfolgreich

Papier aus Laub, Gras und Speisestärke

Was kann man aus Laub, Gras und Speisestärke machen? Papier! Drei Schermbecker Gesamtschüler erklären, warum sie dafür einen Trecker brauchten.mehr...

„Schermbeck.Rundum“ lockt mit Neuerungen

Die Radfahrsaison ist eröffnet

Schermbeck Zum Saisonstart von der Radroute „Schermbeck.Rundum“ wollten viele Radler am Sonntag die zahlreichen Neuerungen erkunden.mehr...

6,5 Kilometer in 14 Bauabschnitten

Gahlener Straße wird ab Montag saniert

Schermbeck/Hünxe Mit der Fahrbahnsanierung der Landesstraße 463 zwischen Gahlen und Hünxe beginnt Straßen-NRW am Montag (16. April). Besonders wichtig könnte die Strecke in den Sommerferien werden – als Umleitung.mehr...

Ranzenscheune in Schermbeck

Das sind die Tornister-Trends bei Schulanfängern

Schermbeck Nick Hutmacher und Sandra Axmann beraten in ihrer Ranzenscheune Schulanfänger am laufenden Band. Auch über Rucksäcke, die mitwachsen. Sie geben Tipps, worauf Eltern beim Einkauf achten sollten.mehr...

Konzept wird bis November erarbeitet

150 Kilometer Wirtschaftswege werden überprüft

Schermbeck Fast fertig mit der Erfassung der Schermbecker Wirtschaftswege ist das Unternehmen Ge-Komm. Wie es weitergeht, erklärte ein Vertreter am Dienstagabend.mehr...