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In Dorsten fehlen Spielplätze für Kleinkinder

Holsterhausen-Konferenz

Nach der Gründungsversammlung im April kam die Stadtteilkonferenz Holsterhausen - kurz #HoKo - am Mittwochabend (27.6.) zum zweiten Mal zusammen. Dabei standen Spielplätze im Fokus.

Holsterhausen

von Anke Klapsing-Reich

, 28.06.2018
In Dorsten fehlen Spielplätze für Kleinkinder

Ein trostloses Bild bietet der Spielplatz „Auf´m Dieck“. © privat

Johanna Schneiders wohnt mit ihrer Familie seit einem guten Jahr auf dem Kreskenhofgelände in der Nähe der BVH-Tennisanlage. Ihre Tochter ist anderthalb Jahre alt, weiterer Nachwuchs unterwegs. Die Schneiders fühlen sich wohl an ihrem neuen Wohnort, aber ein Makel stört sie sehr: „Es gibt keinen vernünftigen Spielplatz in der Umgebung“, stellt die junge Mutter fest.

Ungeeignete Spielgeräte

In einem Power-Point-Vortrag präsentierte sie den rund 50 Teilnehmern, die zur #HoKo in die Pausenhalle der Antoniusschule gekommen waren, den Status Quo der zwei nebeneinanderliegenden Spielplatzflächen „Auf´m Diek 11 und Auf´m Diek 23“, die eigentlich als ein Spielplatz wahrgenommen werden.

Ihre Fotos dokumentieren: ein altersschwaches Federtier inmitten einer ungepflegten Sandfläche. Zwei Schaukeln und Turnstangen, die wegen ihrer Höhe für Unter-Dreijährige nicht geeignet sind. Ein farbloses, vom Zahn der Zeit angenagtes Holzhäuschen, keine ansprechenden Spielbereiche und eine viel zu kleine Sitzecke mit nur einer Bank, die mehr von Tauben als von „kindersittenden“ Eltern oder Großeltern genutzt wird.

„Mein Vorschlag ist, dort einen U3-gerechten Spielplatz einzurichten, das wäre dann der erste in ganz Dorsten“, lieferte Johanna Schneiders auch gleich Verbesserungsvorschläge, die die Kinder spielerisch zu mehr Bewegung animierten und das Areal zu einem Wohlfühl-Treffpunkt im Quartier wandeln könnten: Rutsche, Spielburg, eingebettete Trampoline und ähnliche Geräte wären da wünschenswert. Unterstützung kam von Rainer Thieken: „Früher haben die Unter-Dreijährigen zu Hause im Garten gespielt. Deswegen sind Dorstens Spielplätze allesamt auf Grundschulkinder ausgelegt“, sieht der Holsterhausener Architekt die Notwendigkeit, zeitgemäß umzudenken.

Bürgerbefragung kommt im Herbst

Gut, dass Bürgermeister Tobias Stockhoff mit im Forum saß und gleich Stellung nehmen konnte: „Bringen Sie mir zehn Familien, die bereit sind, sich als Paten um den Spielplatz zu kümmern, dann rutschen Sie im Spielplatz-Ranking hoch“, wies Stockhoff darauf hin, dass Pflege- und Instandhaltungskosten - besonders in einer Nothaushaltskommune wie Dorsten - ein wichtiges Kriterium sind. Hintergrund ist der Spielflächenbedarfsplan, den die Stadt zurzeit mit Unterstützung der Gemeindeprüfungsanstalt erstellt. Im Rahmen dieses Projektes steht im Herbst unter Federführung des Jugendamtes eine Bürgerbefragung an, bei der sowohl Erwachsene als auch Kinder ihre Meinung zum Thema Spielplätze kundtun sollen. „Dazu wird es demnächst auch einen Hinweis auf der städtischen Internet-Seite geben“, kündigte Joachim Thiehoff, zuständig bei der Stadt für Bürgerbeteiligung und Ehrenamt, an.

Wasserspiele am Friedensplatz

Ein Spielplatz, der bereits auf bestem Wege ist, in Holsterhausen ein Ort generationenübergreifender Geselligkeit zu werden, liegt am Friedensplatz. Dort sind die Männer des Väter-Treffs (der Mobilen Jugendhilfe angegliedert) als Paten rührig. „Wir haben dort kürzlich schon ein Stadtteilfest gefeiert“, erzählten Lars Ernst und Udo Abelt und dankten dafür, dass die #HoKo ihr Projekt als erstes auf den Plan gesetzt hatte. „Wenn wir jetzt noch einen Schuppen finden für unsere Schubkarre und die Gerätschaften, sind wir glücklich“, bitten sie um Vorschläge. Bürgermeister Stockhoff verriet schon weitere Pläne für diesen Spielplatz: „Wir planen, dort den 1. Wasserspielplatz Dorstens einzurichten“, habe man sich schon dazu schon ein Beispiel in Gahlen angeschaut.

Teilnehmer am Sternlauf sind willkommen

Die Aufwertung des Skater-Parcours an der Borkener Straße und die Aufarbeitung der Bänke am Radweg entlang der früheren Bahntrasse wurden als weitere Vorschläge von der Mobilen Jugendhilfe, beziehungsweise dem Orga-Team in die Runde eingebracht. Und dann gab es noch den dringenden Aufruf von Jürgen Held, am Sonntag (1. Juli) in der Holsterhausen-Fraktion am Sternlauf der Dorstener Stadtteile zum Freizeitpark Maria Lindenhof teilzunehmen: „Treffpunkt 15 Uhr am Berliner Platz“, ist jeder herzlich willkommen.

Jetzt lesen

Zur nächsten #HoKo- Sitzung Ende Oktober laden Matthias Feller, Jürgen Held, Juliane Hilke und Beate Mende rechtzeitig ein.
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