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Slacken in Dorsten

In der Stadtkrone gibt es jetzt ein Slacklining-Angebot

Dorsten Die beiden Östricher Theodor Brockmann und Jürgen Lüdiger wollen die Dorstener für eine Trendsportart begeistern. Das Slacklining. In der Stadtkrone geht es dabei um mehr als nur das Gleichgewicht.

In der Stadtkrone gibt es jetzt ein Slacklining-Angebot

Theodor Brockmann und Jürgen Lüdiger führen ab Dienstag nächster Woche auf dem Platanenplatz am Eingang des Freizeitparks Maria Lindenhof in die Grundzüge des Slacklinings ein. Foto: Foto: Michael Klein

Den Baumstamm in den Blick nehmen und nur nicht nach unten gucken. Oberkörper gerade halten und nur mit den ausgestreckten Armen rudern. Die Füße beim Laufen nacheinander auf einer Linie in die Reihe stellen. Klingt eigentlich recht simpel – wenn da nicht dieses vermaledeite Zittern unter den Schuhsohlen und das kräftige Hin- und Her-Geschaukele wäre.

„Nach ein paar Übungsstunden hat das aber jeder drauf“, verspricht Theodor Brockmann dem Neuling, den er da an die Hand genommen hat.

Slacking als Trensportart

Der 55-jährige Maschinenbau-Ingenieur aus Östrich betreibt seit acht Jahren ein Hobby, das sich inzwischen zur Trendsportart in öffentlichen Parkanlagen und privaten Gärten entwickelt: Slacken, auch Slacklinen oder Slacklining genannt. Dabei balanciert man auf einem Gurtband, das zwischen zwei Befestigungspunkten gespannt ist.

Dieses Laufseil heißt „Slackline“. Das heißt auf Deutsch übersetzt „schlaffe Leine“, erklärt Brockmann. „Und anders als ein straff gespanntes Drahtseil schaukelt sie, es ist also noch schwieriger, das Gleichgewicht zu halten.“

Kostenlos in der Stadtkrone

Die Anforderungen des Slackens an den Sportler sind also das passende Zusammenspiel aus Balance, Konzentration und Koordination. Und das will der Östricher künftig einmal wöchentlich Interessierten in der „Stadtkrone“, also im ehemaligen Freizeitpark Maria Lindenhof, kostenlos beibringen: „Jeden Dienstag ab 18 Uhr.“ Gemeinsam mit seinem Kumpel Jürgen Lüdiger, der auch artistische Kunststücke auf dem Seil beherrscht.

Der 52-jährige Elektromeister, ebenfalls aus Östrich stammend, ist passionierter Surfer und muss dabei sicher auf dem Brett stehen. „Deswegen ist das Slacken für mich das perfekte Zusatztraining“, sagt er. Und es ist bestens zur Stärkung der Rumpfmuskulatur geeignet“, so Lüdiger. Weswegen er das Slacken nach einem Bandscheibenvorfall als erfolgreiches Aufbauprogramm genutzt habe.

Auftakt des Stadtkrone-Projekts

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Aufbauen wollen die beiden Östricher ihren Slackline-Parcours auf dem Platanenplatz am Eingang des Parks hinter dem dortigen Altenheim. Die Anordnung der Bäume dort bietet beste Voraussetzungen, um Gurte unterschiedlicher Länge anzubringen: 25 Meter für erfahrene Läufer, 13 und acht Meter für die Anfänger.

Die Höhe der Leinen liegt bei 35 bis 75 Zentimeter. Da kann einem Slackliner selbst im Fall eines Sturzes kaum etwas passieren, da der Boden nah ist und einen weichen Untergrund bietet. „Verletzungen hat es bei mir in all den Jahren nicht gegeben, in denen ich Leute schon an den Sport heranführe“, so Brockmann.

Unterschiedliche Aktionen im Bürgerpark

Der 55-Jährige legt Wert auf Sicherheit. Das fängt bei den Teilnehmern an („wir werden immer dafür sorgen, dass jemand Hilfestellung gibt“) und hört bei den Ankerpunkten der Seile auf („die Befestigung darf sich ja nicht plötzlich lösen“). „Als Baumschutz verwenden wir ausrangierte Teppiche oder alte Stoffe, damit die Stämme nicht beschädigt werden“, ergänzt Jürgen Lüdiger.

Marion Taube, die im Auftrag der Stadt das gesamte Gelände mit unterschiedlichsten Aktionen zum „Bürgerpark“ entwickeln soll, freut sich über das Engagement der beiden Freizeitsportler. „Sie waren die ersten, die sich auf den Mitmach-Aufruf gemeldet haben, und passen gut in mein kreatives Konzept.“

Auch coole Musik dabei

Theodor Brockmann hofft, dass sich im Laufe der nächsten Wochen und Monate ganze Slacker-Gruppen bilden, von Kindern bis Rentnern, die sich auch außerhalb seiner mindestens einstündigen Dienstags-Termine zusammenfinden.

„In der Gemeinschaft macht das am meisten Spaß“, so seine Erfahrung. Und damit die Laune noch besser wird, verspricht er: „Ich bringe auch coole Musik mit.“

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