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Inflation der Stolpersteine

Dorsten "Meine Kritik soll nur eine Aufmunterung zur gesunden Skepsis sein", erklärte Ulrike Schrader.

Inflation der Stolpersteine

Die Literaturwissenschaftlerin leitet die "Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal" und gehört zu den profilierten Kritikerinnen der "Stolpersteine".

Aus diesem Grund war sie auch prädestiniert dazu, im Jüdischen Museum am Donnerstagabend als Referentin zum Thema "Die Stolpersteine oder Von der Leichtigkeit des Gedenkens" aufzutreten.

"Ich möchte zunächst klarstellen, dass dies keine Veranstaltung gegen die Stolpersteine sein soll. Dennoch lasse ich die positiven Aspekte außen vor", erklärte Schrader.

Und Kritik hatte sie durchaus anzumerken, wenn sie auch oftmals nicht alleine auf die Stolpersteine zu beziehen war. Der größte Makel des gut gemeinten Projekts sei laut Schrader die Art und Weise, mit der es betrieben werde.

Politisch korrekt?

Frei nach der Methode "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich" fänden sich "Kommunen, die sich dem Projekt verweigern, alsbald in den Medien wieder, mehr oder weniger dem Urteil der political correctness preisgegeben".

Es sei nicht Sinn der Sache, dass sich so viele Städte eines Projekts bedienten, das in der Stadt Köln geboren wurde, auch wenn der Wiedererkennungswert groß sei. Die einzelnen Kommunen sollen sich in punkto Mahnmal lieber auf ihre eigene Art des Gedenkens besinnen.

Weiter bemängelte Schrader den uneinheitlichen Umgang mit den Stolpersteinen. "Es sollte festgelegt sein, wer einen Stein bekommt. Nur die ermordeten Opfer oder auch die Emigranten?"

Teilweise laufe das Projekt zudem Gefahr, dass die Leute Steine spenden, um sich selbst damit zu identifizieren. "Das ist mein Stein", könnte eine Aussage lauten und damit würden die Opfer in den Hintergrund gedrängt.

Das Publikum nahm die Kritik abweisend auf und erzählte, wie gut die Stolpersteine in den einzelnen Städten angenommen würden.

Zudem hakten die Besucher genauer nach, wie Schrader denn zu dieser Meinung komme. Die Antwort war eindeutig: "Ich war zwar bei noch keiner Stolpersteinlegung, bekomme aber die Erfahrungen aus verschiedenen Städten mit." dzi

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