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Ist das US-Car-Treffen in Dorsten gegen das Gesetz?

US-Car-Treffen am Karfreitag

Ist das zehnte US-Car-Treffen im Creativ Quartier Fürst Leopold an Karfreitag rechtswidrig? Diese Frage prüfte die Stadt in den vergangenen Tagen – und kam zu einem eindeutigen Ergebnis. Das wiederum für Kritik sorgt.

Dorsten

von Jennifer Riediger

, 28.03.2018
Ist das US-Car-Treffen in Dorsten gegen das Gesetz?

Das US-Car-Treffen zog in der Vergangenheit viele Besucher an. (Archivfoto) © Ralf Pieper

Karfreitag ist der Tag, an dem die Christen des Todes Jesu am Kreuz gedenken. Öffentliche Feste, Tanzmusik und noch viel mehr sind verboten. Geregelt ist das im NRW-Gesetz über die Sonn- und Feiertage. Ist damit auch das Treffen auf Fürst Leopold verboten, zu dem bis zu 500 amerikanische Autos erwartet werden? Die Stadt meint: Ja. „Die Stadt Dorsten hat, nach Hinweisen aus der Bevölkerung, Kontakt mit dem Veranstalter aufgenommen und ihn darauf hingewiesen, dass die geplante Veranstaltung am Karfreitag nach dem Feiertagsgesetz NRW unzulässig ist“, teilte Stadtsprecherin Lisa Bauckhorn auf Nachfrage mit.

Kein Antrag erwartet

Die Stadt wertet das Treffen als „Unterhaltungsveranstaltung“, die am Karfreitag nicht stattfinden darf. Außerdem habe kein Antrag auf Genehmigung der Veranstaltung vorgelegen.

Vanessa Tempelmann, verantwortlich für die Pressearbeit des Creativ Quartiers, verweist darauf, dass auch in den Jahren zuvor nie eine Genehmigung beantragt worden sei. „Weil es keine Veranstaltung ist. Wir öffnen unseren Parkplatz, die Autofahrer stellen hier ihre Fahrzeuge ab und gehen in der Gastronomie auf dem Gelände essen. Das war‘s“, sagt sie. „Wir nehmen keinen Eintritt, es gibt keine Aussteller, keine Bands. Es ist ein freies Treffen der Autofreunde.“

„Carfreitag“ ist Tradition

Aber warum muss dieses Treffen in diesem Jahr ausgerechnet am Karfreitag stattfinden? „Der ‚Carfreitag‘ ist in vielen Städten Tradition und deswegen kamen wir auf die Idee“, sagt Vanessa Tempelmann. Aber man wolle wirklich niemanden stören. „Wir haben auch mit der evangelischen und katholischen Kirche in Hervest gesprochen und die sahen in dem Treffen kein Problem.“ Man werde am Donnerstag (29. März) nochmals mit der Stadt sprechen. Sollte die „Veranstaltung“, wie die Stadt das Treffen einschätzt, dennoch stattfinden, behält die Stadt sich Konsequenzen vor.

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