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Jagd auf Parksünder ist eröffnet

WULFEN Einer hat angefangen, viele sind dem schlechten Beispiel gefolgt: Weil immer mehr Autofahrer in Barkenberg Rad- und Fußwege zum Parken missbrauchen und Schleichwege nutzen, gab es dort am Dienstag eine erste konzertierte Aktion von Ordnungsamt und Polizei.

Es war einmal ein Ortsteil, in dem hatten Fußgänger und Radfahrer fast überall Vorrang vor dem motorisierten Verkehr. Weil die Stadt jedoch seit längerem beobachtet, dass dies heute nur noch ein schönes Märchen ist, holte sie jetzt zum Gegenschlag aus. „Wer nicht hören will, muss zahlen“ lautete das Motto einer Aktion, die nicht zum letzten Mal stattgefunden hat.

Gestern Nachmittag um 16 Uhr schwärmten sieben Polizisten und vier Kräfte des Ordnungsamtes aus, um Verkehrssündern die „rote Karte“ zu zeigen. Und zwar in Form von Knöllchen: Parken auf Rad- und Gehwegen kostete 10 bis 15 Euro, eine Schleichweg-Fahrt durch den Napoleonsweg 20 Euro. „Sogar ein Wohnmobil und ein Traktor waren dabei“, berichtete die Polizei. Eine Wiederholungstäterin muss sogar mit einer Anzeige rechnen. Trotz diverser Verwarnungen in der Vergangenheit hatte sie ihr Auto erneut auf den Gehweg vor ihrem Haus geparkt – „mit heruntergekurbelter Scheibe und dem Schlüssel im Zündschloss“. Die erneute Ermahnung der Polizei nahm die Betroffene nicht nur ungerührt, sondern sogar freudig auf: „Ach, da steckt mein Schlüsselbund. Ich habe schon den halben Tag danach gesucht!“

Ansonsten, so die erste Bilanz von Ordnungsamtsleiter Rolf Köllmann und seinem Einsatzteam, fiel die „Knöllchen-Ernte“ eher mager aus. Das lag aber wohl nicht daran, dass alle Barkenberger in der letzten Nacht die Straßenverkehrsordnung unter dem Kopfkissen hatten, sondern eher an der falsch gewählten Zeit für eine derartige Aktion. „Ab 18, 19 Uhr stehen viel mehr Fahrzeuge im Halteverbot“, weiß Bezirksbeamter Manfred Flaß aus Erfahrung, „und dann bleiben sie dort auch über Nacht stehen.“ Rolf Köllmann: „Dann wird unsere nächste Aktion zu dieser Zeit stattfinden!“

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