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Geldstrafe

LKW-Fahrer ließ Reue nach tödlichem Unfall vermissen

SCHERMBECK Mit den katastrophalen Folgen eines schweren Verkehrsunfalls setzte sich am Montag das Amtsgericht Wesel auseinander. Am 2. Mai 2011 kam ein Radladerfahrer auf der Erler Straße ums Leben, nachdem er von einem Lastwagen erfasst worden war.

LKW-Fahrer ließ Reue nach tödlichem Unfall vermissen

„Wir haben es hier zu tun mit katastrophalen Folgen einer sehr leichten Nachlässigkeit. Was Sie gemacht haben, kann jedem von uns passieren.“ Trotz dieser Worte verurteilte der Richter am Weseler Amtsgericht einen 58-jährigen LKW-Fahrer aus Velen zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen á 50 Euro. Es war ein wunderschöner Frühlingstag: Am 2. Mai 2011 war der Velener mit einem Müllwagen auf der Erler Straße unterwegs – 73 Stundenkilometer zeigte der Fahrtenschreiber, obwohl er mit seinem Gefährt nur 60 hätte fahren dürfen. Einen Radlader vor ihm wollte er auf der geraden Strecke überholen, als dessen Fahrer ohne zu blinken nach links in den Lofkampweg einbog. Der LKW-Fahrer bremste noch, kollidierte aber mit dem Radlader. Der Radladerfahrer verstarb noch am Unfallort an den Folgen seiner Verletzungen. Es tue ihm leid für den jungen Mann, sagte der Angeklagte gleich zu Beginn. Er sei aber davon ausgegangen, dass er sich nicht in einer Überholverbotszone befinde, da das Schild bei den Einfahrten zuvor nicht wiederholt worden sei. „Da stand aber ein Zusatzschild, das die Überholverbotsstrecke auf einen Kilometer ausweitete“, so der Richter. Selbst die Polizeibeamten, so der Verteidiger, seien zunächst davon ausgegangen, dass an der Stelle kein Überholverbot herrsche. Und Straßen.NRW habe nach dem Unfall die Beschilderung geändert und das Überholverbot an jeder Einfahrt als Schild wiederholt.

Der Fahrer des Radladers hätte den großen, orangen LKW sehen müssen, sagte der Verteidiger. Er sei abgebogen ohne Blinker und Schulterblick. Außerdem sei der Radlader nicht für den Straßenverkehr zugelassen gewesen – so fehlten etwa die Sicherheitsgurte. Der Staatsanwalt forderte dennoch eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten zur Bewährung, der Verteidiger eine Geldstrafe. „Unter anderen Umständen hätte ich das Verfahren eingestellt“, so der Richter: „Ich habe aber vollkommen die Einsicht bei Ihnen vermisst, dass das, was Sie gemacht haben, nicht richtig gewesen ist.“

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