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Roggen und Gerste vertrocknen

Landwirte sehnen sich nach Regen

Dorsten Steigende Temperaturen, Trockenheit und viel Sonne. Was sich für die meisten endlich nach Sommer anhört, bedeutet für andere eine Katastrophe - nämlich für die Landwirte.

Landwirte sehnen sich nach Regen

Sorgenkind Wintergerste: Hubert Krampe zeigt, wie vertrocknet manche Stellen des Getreides bereits sind.

Ausbleibende Niederschläge lassen Mais, Roggen oder Gerste vertrocknen. Wenn es nicht bald ein paar Tage regnet, wird es zu Einbußen bei den Erträgen kommen. Besonders die Wintergerste leide momentan und brauche unbedingt Wasser, sagt Landwirt Hubert Krampe aus Rhade.

Getreide in der Wachstumsphase

Das Getreide befindet sich noch in der Wachstumsphase, die Körner müssen sich also noch ausbilden. Die anhaltende Trockenheit führt so langsam zu ernsten Trockenschäden. Und das sieht man auch. Das Feld des Landwirtes mit der Wintergerste in ganz fleckig: Mal ist das Getreide noch grün, und an anderen Stellen ist es schon ganz gelb. „Das liegt an den verschiedenen Böden. An Stellen, wo die Gerste gelb ist, besteht der Boden aus Kies und Sand. Da rauscht das Wasser nur so durch.“

Der Rest des Bodens sei lehmiger, weshalb sich das Wasser besser speichern lasse. Mit dem Mais sieht es zurzeit noch etwas besser aus. „Wir haben den Mais erst kürzlich gesät. Die Pflanze kann sich auf die Trockenheit einstellen. Vor allem weil sie mehr Wurzeln bildet und sich Wasser aus den tieferen Bodenschichten holen kann“, erklärt Hubert Krampe. Doch bald ist auch dieser Vorrat aufgebraucht. Dann fängt auch der Mais an, seine Blätter einzurollen, damit die Sonne weniger Angriffsfläche hat.

"Es ist die größte Katastrophe"

Auch Landwirt Michael Benninghoven ist mehr als besorgt. „Wir haben kein Problem. Es ist die größte Katastrophe!“ Er sagt, dass der Mais normalerweise schon viel höher sein müsste. Weil es nicht regnet, kann er seine Pflanzen nicht düngen. „Der Mais braucht eine Stickstoffdüngung. Doch ohne Wasser ist das alles nicht möglich“, so Benninghoven. Und Bewässerungsanlagen sind zu teuer. Das würde sich nicht rentieren. Der Landwirt hofft auf drei Tage anhaltenden Regen. Ein Schauer zwischendurch sei leider viel zu wenig.

Genauso sieht es auch Landwirt Heinrich Föcker-Holtkamp. Auch er baut Mais an, dazu kommen noch Kartoffeln und Bohnen. „Ganz besonders die Bohnen leiden sehr, da sie auf einem sandigen Boden stehen. Da kann kein Wasser gespeichert werden.“ Seine Kartoffeln halten sich zum Glück noch ganz gut. Sie können die Trockenheit besser vertragen, da sich bei diesem Klima weniger Pilz- oder Sporenkrankheiten entwickeln können. Bei feuchtem Wetter werden sie viel schneller davon befallen.

Regenschauer erwartet

Doch auch hier muss irgendwann Schluss sein mit der Trockenheit. „Manchmal kann die Natur noch etwas einbüßen. Wenn es so langsam anfängt zu regnen, dann können wir noch einiges retten“, sagt der Landwirt. Möglicherweise wird sich die Situation ab Samstag (13.6.) etwas entspannen, da einige heftige Regenschauer angesagt sind.

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