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Nach EM-Siegen

Lebensgefährliche Autokorsos auch in Dorsten

DORSTEN Einem gefährlichen Spaß gehen immer mehr Fußballfans nach Siegen der deutschen Mannschaft nach: Autokorsos, bei denen sich die Insassen zum Teil gefährlich weit aus dem Autofenster lehnen. Die Polizei schaut auch am Donnerstag genau hin.

Lebensgefährliche Autokorsos auch in Dorsten

Mit einem Autokorso feierten die Fußballfans in Dorsten den Sieg über Griechenland.

„Keine besonderen Auffälligkeiten und keine Anzeigen“, so der Kommentar von Hans-Bernd Tekotte, Leiter der Pressestelle der Polizei, zu dem Autokorso nach dem Sieg von „Jogis“ Jungs über die griechischen Fußballer am Freitagabend. Dennoch war nicht zu übersehen, dass sich einige Fans während des Korsos in der Dorstener Innenstadt weit aus dem Fenster gelehnt hatten, genauer gesagt aus dem Autofenster. „Das ist lebensgefährlich“, so Hans-Bernd Tekotte. Er möchte nicht, dass es zu schweren Unfällen kommt. In Frankfurt kam es nach einem Bremsmanöver zu einem tödlichen Sturz eines waghalsigen Insassen. Mehrfach wurden Autofahrer am Freitag in Dorsten von Polizeibeamten angesprochen und auf riskante Situationen aufmerksam gemacht. „Es gibt Dinge, die sind nicht akzeptabel“, so Hans-Bernd Tekotte.

Fahnen schwenken aus dem Auto kann schon eine Gefährdung des Verkehrs sein, das sind allerdings Situationen, bei denen die Polizei nicht unbedingt Spielverderber sein will. Am Donnerstag stellt sich die Polizei auf den nächsten Autokorso in Dorsten ein. Wieder werden die Beamten genau hinschauen. „Wir haben uns für das nächste Spiel im dreistelligen Bereich mit Personal verstärkt“, berichtet Hans-Bernd Tekotte für den Kreis Recklinghausen. Bei der Kreispolizeibehörde hat man beobachtet, dass mit jedem Spiel das Interesse und die Beteiligung an den Autokorsos gestiegen ist. Bei Spielen am Wochenende kam meist noch das Problem mit alkoholisierten Personen und bengalischen Feuern hinzu, allerdings nicht in Dorsten.

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