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Lehrerin steht mitten im Leben

Dorsten Magdalena Starke streckt einem sofort die Hand entgegen. "Wenn ich merke, dass Menschen zurückhaltend sind, gehe ich auf sie zu", erklärt die 47-Jährige. Starke ist eine von knapp 5000 Contergan-Geschädigten in Deutschland und steht mitten im Leben.

Schlechte Erfahrungen habe sie nie gemacht. "Die Menschen treten mir positiv entgegen, besonders Kinder gehen ganz ungezwungen mit meiner Behinderung um", erklärt Starke. Sie muss es wissen, denn sie ist Lehrerin. An der St. Ursula-Realschule unterrichtet sie katholische Religion, Sozial-Wissenschaften und Politik. Seit dem vergangenen Jahr ist sie auch Schulseelsorgerin. Zudem engagiert sie sich seit 20 Jahren im Hospizdienst und in der Trauerbegleitung.

"Ich bin froh, dass ich noch arbeiten kann", erklärt Starke. Gerade der Rückenbereich macht ihr zu schaffen. "Die Gelenke und der Nacken schmerzen besonders", beschreibt die 47-Jährige Folgeschäden ihrer Behinderung: "Wenn ich mich bücke, dann muss ich nun einmal ganz nach unten. Mein Arzt sagt immer, dass meine Knochen aussehen wie bei einem Hochleistungssportler nach 20 Jahren." Jede Woche geht sie deshalb zur Akupunktur.

Kein Mitleid

Die finanzielle Belastung sei schon problematisch. Sie brauche ein behindertengerechtes Auto, besondere Kleidung und zahle unter anderem einen 30-prozentigen Risiko-Zuschlag bei der Kranken-Versicherung. Dennoch möchte sie vor allem eins nicht: Mitleid. "Ich liebe mein Leben und bin kein armer Tropf." Wer Starke kennen lernt, ihr die Hand schüttelt, der merkt das sofort. DM

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