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Mädchen missbraucht?

Grafenwald/Essen Die kleine Tochter seiner damals in Grafenwald wohnenden Lebensgefährtin soll ein heute 44-jähriger Bottroper immer wieder sexuell missbraucht haben. Der Angeklagte bestreitet vor dem Landgericht Essen die Tatvorwürfe.

Von 1998 bis zum Jahre 2000 wohnte die Lebensgefährtin zusammen mit ihren vier Töchtern in Grafenwald. Obwohl der Angeklagte eine eigene Wohnung besaß, hielt er sich fast ständig bei seiner Freundin auf. Laut Anklage hielten die sexuellen Übergriffe auf das heute 20 Jahre alte mutmaßliche Opfer auch zwei weitere Jahre an, nachdem die Familie nach Bottrop umgezogen war. Angeklagt sind acht Vorfälle.

Eindringlich machte Richter Knut-Henning Staake den Angeklagten darauf aufmerksam, dass ein Geständnis für ihn positive Auswirkung in Form einer geringeren Strafe habe. Doch der 44-Jährige blieb bei seiner Haltung, so dass die Zeugen gehört wurden. An vieles konnte sich das Opfer nicht mehr erinnern. Vor allem zeitliche Zuordnungen fielen der jungen Frau sichtlich schwer. Aber es waren kleine Details, an denen sie die Ereignisse festmachte. "An dem Tag hat meine Mutter sein Lieblingsessen gekocht, Paprikaschoten", erinnerte sich die Zeugin.

Detail-Erinnerungen

Auch dass sich der Angeklagte an ihr vergangen habe, als sie in seiner Wohnung den Herd säubern sollte und dort baden wollte, weil im heimischen Badezimmer die Abflüsse verstopft waren. Erst 2002 erfuhr die Mutter von dem Missbrauch. Auslöser war allerdings die Zwillingsschwester, die in größerer Runde davon berichtete, sie und ihre Schwester seien vom Angeklagten missbraucht worden. Vor Gericht behauptete die Zwillingsschwester nun, an der ganzen Sache sei überhaupt nichts dran. Man habe damals alles nur vorgespielt, damit sich die Mutter vom Angeklagten trennte. Die Kinder hätten die dauernden Streitereien nicht ertragen. Die junge Frau war einige Jahre mit dem Bruder des Angeklagten liiert. Der Prozess wird fortgesetzt. mari

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