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In einem Jahr

Mehr als 500 Hinweise kamen über die Bürger-App

Dorsten Vor einem Jahr wurde die sogenannte "Bürger-App" eingeführt. Die digitale Kommunikation mit der Stadtverwaltung wird von den Dorstenern sehr gut angenommen - eine Bilanz.

Mehr als 500 Hinweise kamen über die Bürger-App

Illegale Müllkippen oder Elektrogeräte, die heimlich in der Natur entsorgt wurden, können seit einem Jahr über die Bürger-App direkt der Stadtverwaltung gemeldet werden.

Wo findet man die Bürger-App für Dorsten?

Die App läuft im Browser und kann sowohl auf dem Desktop als auch auf Tablets und Smartphones eingesetzt werden.

Was kann die Bürger-App eigentlich?

Auf der Startseite können die Dorstener aus sechs Kapiteln wählen: Verkehrsschilder, Straßenbeleuchtung, Parkautomaten, Spielplätze, Straßenschäden und Sonstiges. Neben ihren Kontaktdaten können Bürger dann in übersichtlich gestalteten Feldern ihr Anliegen schildern, Fotos hochladen und Orte auf einer Karte markieren.

Wie fällt die Bilanz nach einem Jahr aus?

Absolut positiv. Bis Mittwoch waren im Rathaus 509 Hinweise und Mitteilungen eingegangen. 473 waren abschließend bearbeitet, 36 sind aktuell noch offen. „Das System funktioniert gut“, sagt Bürgermeister Tobias Stockhoff. „Wir sind Professor Thomas Richter von der Hochschule Rhein-Waal und seinen Studenten sehr dankbar, dass sie diese Bürger-App kostenlos für Dorsten entwickelt haben.“ 

Für welche Anliegen nutzen die Dorstener diese Möglichkeit, mit der Stadtverwaltung zu kommunizieren?

Hauptsächlich für die kleinen, typischen Nöte in einer großen Flächenstadt: Schlaglöcher, defekte Straßenlaternen, beschädigte oder unleserliche Verkehrsschilder, heimlich im Wald abgeladener Müll, von Vandalen zertretene Mülleimer, abgemeldete und illegal abgestellte Fahrzeuge, falsch geparkte Fahrzeuge. Rund 150 Hinweise bezogen sich allein auf die Bereiche „Straßenschäden“ und „Verkehrsschilder“. Stockhoff: „Für komplexere Anfragen wird aber doch eher Brief oder E-Mail bevorzugt.“

Ergibt sich aus den Hinweisen ein Bild, welche Stärken und Schwächen die Stadt hat?

Nein, aber es gibt eine Art „Saisongeschäft“. In den starken Regenmonaten Mai und Juni hat die Stadtverwaltung zum Beispiel viele Hinweise auf verstopfte Gullis und Straßengräben bekommen, weil Schäden dann aufgefallen sind. „In der feuchtwarmen Witterung danach gab es viele Hinweise auf hochstehendes Grün an Straßenkreuzungen“, bestätigt der Bürgermeister. „Das haben wir, so gut es ging, abgearbeitet. Jetzt im Herbst wird das Thema Laub ein Schwerpunkt.“

Was bringt die App der Stadtverwaltung – außer mehr Arbeit?

„Wir erfahren vieles eher, können bei Unfallgefahren noch schneller reagieren. Manchmal werden Kleinigkeiten noch am gleichen Tag erledigt. Das Team unseres Bauhofs leistet hier wirklich erstklassige Arbeit“, so der Bürgermeister. „Manchmal müssen wir auch erklären, warum sich etwas nicht ändern lässt oder warum manche Dinge auch einfach Zeit benötigen. Aber auch das ist wichtig“, sagt Stockhoff.

Gibt es auch skurrile Anfragen?

Nein, aber hin und wieder kommt eine nette Mitteilung im Rathaus an. Zum Beispiel hat sich mal ein Bürger für den Einsatz von Politessen bedankt: „Seit einiger Zeit kommen die Fleißigen Damen endlich auch hier hin. Egal, welches Wetter herrscht, egal, was man fragt: Sie sind immer freundlich, obwohl die sicher nicht immer was zu lachen haben.“

 

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