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Mehr als ein Gefühl

Ten Sing-Shows sind eine erfolgreiche Form christlicher Jugendarbeit

986 bereiste das Projekt «Ten Sing Norway» Deutschland mit einer Konzert-Tournee. Mehr durch Zufall hatte die damalige hauptamtliche Leiterin der Jugendarbeit der ev. Kirchengemeinde Gahlen, Sigrun «Siggi» Willershäuser, von dieser neuartigen Idee «Ten Sing» gehört, die im norwegischen Bergen, nochmals 20 Jahre zuvor (1967) vom Pfarrer Kjell Gronner begründet worden war. Gronner war damals hochgradig begeistert von einem Gast-Konzert der amerikanischen «Up with people»-Bewegung zurückgekehrt. Einen ähnlichen Eindruck muss «Ten Sing Norway» auf Willershäuser gehabt haben. Schnell stand der Entschluss «so etwas» auch einmal auszuprobieren. Doch wohl niemand, der damals, 1987, auf die jährliche Gahlener Jugend-Sommerfreizeit nach Norwegen mitgefahren ist, hätte sich träumen lassen, dass das Experiment solche Ausmaße annehmen würde. Zurück in Dorsten, gab man in der Friedenskirche das in Norwegen einstudierte Programm mit dem Titel «More than a feeling» zum besten und die rund 30 Aktiven ernteten mehr als bloß anerkennenden Applaus. «Ten Sing Gahlen» wurde ein fester Bestandteil der Jugendarbeit und schuf Jahr für Jahr Show um Show. Die Gruppe wuchs zunächst langsam, denn sie war außerhalb und selbst in der Gemeinde kaum bekannt. Im Jahr 1993 zählte man zur Show «As time goes by» knapp über 50 aktive Ten Singerinnen und Ten Singer. Nach dieser Show, die auch den Wechsel in der hauptamtlichen Leitung der Jugendarbeit von Sigrun Willershäuser zu Jörg Knüfken markierte, verdoppelte sich von einem Tag auf den anderen zur Überraschung aller die Teilnehmerzahl. Und machte man sich bei der '94er Show «Perf-Action» schon Gedanken über die Durchführbarkeit einer Saison und den Platzmangel auf der inzwischen showtechnisch professionell installierten «Bühne» im Altarraum der Hardter Friedenskirche, so stieß die stetig weiter wachsende Gruppe nach der Saison 1998 endgültig an ihre Kapazitätsgrenzen: Das Jahr von «Night Live» und der ersten Tour in die polnische Partnerstadt Rybnik beging man mit knapp über 160 Aktiven und war damit die größte «Ten Sing»-Gruppe, die es weltweit je gegeben hat. Das Team der ehrenamtlichen Mitarbeiter musste anschließend schweren Herzens Auswahlkriterien einführen, denn diese Masse war das Maximum des Machbaren für die Gahlener. Inklusive aller Neubewerbungen wäre die Gruppe in den Saisons ab 1998 stets weit über 200 Mitglieder stark geworden. Der Zustrom ebbte nicht ab: «Ten Sing ist gerade anscheinend 'in', aber es ist gut möglich, dass bald wieder andere Zeiten kommen», lautete die Erklärung von Jörg Knüfken damals. 2002 verließ Knüfken, der den Geheimtipp «Ten Sing Gahlen» und damit die Jugendarbeit der Gemeinde insgesamt ausbaute und bekannt machte, die Gahlener Gruppe. Ihm folgte Nicole Wiebe, die, anders als Knüfken, mit «Ten Sing» zuvor nichts zu tun hatte. Die «Ten Sing»-Welle brandete unverändert weiter und den Pforten der Gemeindehäuser, doch sie beruhigte sich in den letzten Jahren wieder ein wenig. Ohne dass die Arbeit und die Angebote an Attraktivität verloren hätten, pendelt sich das Mitgliederbarometer inzwischen wieder bei rund 125 Aktiven ein - damit ist «Ten Sing Gahlen» zahlenmäßig immer noch größer als die meisten Gruppen. 2006 gab Nicole Wiebe aus gesundheitlichen Gründen das Amt auf. Ihr folgte die ehemalige «Ten Sing»-Aktive und Diplom-Sozialpädagogin Yvonne Herzig. Unter der Leitung von Herzig präsentiert die aktuelle Gruppe jetzt am Wochenende «Piraten: die Show ohne Hand und Fuß». Und erneut wird es bei Aktiven und Besuchern heißen: «Ten Sing» kann man nicht beschreiben, man muss es erleben - es ist halt nach 20 Jahren immer noch «More than a feeling». KGö

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