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Dorstener Verdachtsfälle

Missbrauch in Kinderheimen: Opfer sollen sich melden

Dorsten Wie viel Leid haben Kinder in Dorstener Kinderheimen ertragen müssen? Und was ist aus den Opfern geworden? Diese Fragen stellten sich am Mittwochabend in Alten Rathaus nach der Lesung der Ex-Holsterhausenerin Hedwig Herrath Beckmann aus ihrem Buch „Hilifi – Gottes vermaledeite Brut“.

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Hedwig Herrath Beckmann hat ihre verheerenden Kindheitserlebnisse in ihrer Biografie verarbeitet.

Hedwig Herrath Beckmann las aus ihrer bewegenden Biografie "Hilifi - Gottes vermaledeite Brut". Dr. Jochen Reidegeld, stellv. Generalvikar im Bistum Münster, und zuständig für Zahlungen zur Anerkennung des Leids.

Der in dem Band thematisierte Missbrauch und die Misshandlung von Heimkindern ist für die Öffentlichkeit ein relativ neues Feld, auf dem sich Hedwig Herrath Beckmann beherzt bewegt. Die in der Coesfelder Marienburg als Kind schwer traumatisierte heute 69-Jährige hat in Dorsten eine lebhafte Diskussion in Gang gesetzt. Pastor Ulrich Franke  von der Pfarrei St. Agatha knüpfte daran am Mittwochabend offen an. „Ich weiß aus Telefonaten, aus Gesprächen mit Dorstenern, die aus der Kirche ausgetreten sind, dass ihnen Ähnliches wie Hedwig Herrath Beckmann angetan wurde.“

Er meinte: „Wir müssen dafür sorgen, dass Menschen, denen Leid in Dorsten geschehen ist, sich öffnen und sich melden.“ Viele mutmaßliche Opfer seien aber aus verständlichen Gründen hier weggezogen, andere schon verstorben. Bei den noch Lebenden „läuft uns die Zeit weg“, mahnte Ulrich Franke an, die Spur aufzunehmen und den mittlerweile Erwachsenen Wege aufzuzeigen, ihr Schicksal öffentlich zu machen.

Denn: „Die Veröffentlichung und die Auseinandersetzung mit dem Thema trägt zur Vermeidung des Machtmissbrauchs und von Gewaltexzessen und somit zur Vermeidung neuen kindlichen Leides bei.“ 

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Hedwig Herrath Beckmann hat ihre verheerenden Kindheitserlebnisse in ihrer Biografie verarbeitet.

Hedwig Herrath Beckmann las aus ihrer bewegenden Biografie "Hilifi - Gottes vermaledeite Brut". Dr. Jochen Reidegeld, stellv. Generalvikar im Bistum Münster, und zuständig für Zahlungen zur Anerkennung des Leids.

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