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"Schüler experimentieren"

Mit Papier aus Laub holten Gesamtschüler den ersten Platz

SCHERMBECK Mit kreativen Ideen und viel Engagement stellten Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Schermbeck ihr Forschungstalent unter Beweis - beim Regionalwettbewerb von "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren" am Freitag (17. Februar). Insgesamt 15 Forscherteams der Schule präsentierten im Marler Feierabendhaus ihre Projekte.

Mit Papier aus Laub holten Gesamtschüler den ersten Platz

Max Beemelmans (l.) und Cornelius Baetz haben Papier aus Laub produziert.

Max Beemelmans und Cornelius Baetz haben es geschafft. Sie holten bei „Schüler experimentieren“, dem Wettbewerb für Schüler bis 14 Jahre, in der Kategorie Biologie den ersten Platz für die Gesamtschule Schermbeck. Ihr Projekt: Papier aus Laub. „Es werden ja für die Papierproduktion riesige Teile des Regenwalds abgerodet“, erklärt Max Beemelmans. „Wir wollen die Herstellung umweltfreundlicher gestalten.“

Mischen, pürrieren, schöpfen, pressen, bleichen

Um ihr Ziel zu erreichen, zerkleinerte das Duo die Blätter und siebte die zu großen Teile heraus. Dann mischten sie 60 Prozent Laub mit 15 Prozent Speisestärke und 25 Prozent Altpapier. Püriert, geschöpft und gepresst ließen Beemelmans und Baetz das Material trocknen und bleichten es schließlich mit Wasserstoffperoxid. Und siehe da, fertig war das Papier Marke Eigenbau. „Und schreiben kann man darauf wunderbar“, versichert das Duo stolz.

Für den handelsüblichen Gebrauch müsse es nur noch flexibler sein, so Cornelius Baetz. Übrigens gewannen die Jungs nicht nur den ersten Platz bei den Biologen, sondern auch den Sonderpreis „Nachwachsende Rohstoffe“. Betreuerin Stephanie Herbstritt ist von ihren Schülern und deren Projekten begeistert. „Wir sind sehr stolz auf unsere Schüler. Sie haben viel Ausdauer und Engagement bewiesen“, so Herbstritt.

Mit Recycling-Beamer aufs Technik-Treppchen

Im Bereich Technik ergatterten Benedikt Vortmann, Johannes Neuhaus und Simon Tempelmann den dritten Platz. Sie entwickelten den „OHP-Beamer 2.0“. Trotz des futuristisch klingenden Namens beschäftigten sich die Schüler mit alten Tageslicht-, oder Overhead-Projektoren (OHP). Das Ziel war eine günstige Alternative zum Beamer. „Das Gerät, das wir gebaut haben, kann auf jeden OHP gesetzt werden“, sagt Johannes Neuhaus. „Es ist quasi ein umgebauter PC-Monitor.“

Und so funktioniert‘s: Im unteren Teil des OHPs befindet sich die Bildschirmplatte des Monitors. Diese ist an einen PC angeschlossen und erzeugt das Bild, das mithilfe des bei OHP verwendeten Spiegels an die Wand geworfen wird. Etwa vier Schulstunden dauerte die Planung, 15 die Umsetzung. Da die Schüler für die Herstellung alte OHP und Monitore verwendet haben, kostet der Do-it-yourself-Beamer nur 40 bis 50 Euro, sagt Johannes Neuhaus. Und nebenbei wird auch die Umwelt geschont. Denn die Geräte werden recycelt.

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