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Mutmaßliche Brandstifterin versetzt das Gericht

DORSTEN / ESSEN Richter, Schöffen, Staatsanwältin, Zeugen - sie alle warteten am Freitag vergeblich im Gerichtssaal. Denn die Anklagebank blieb leer. Weder die 45-jährige Dorstenerin, die sich vor dem Landgericht Essen wegen schwerer Brandstiftung verantworten muss, noch ein Verteidiger waren erschienen.

Vor zwei Wochen war die Angeklagte von einer Zeugin zuletzt gesehen worden. Keiner der ehemaligen Nachbarn weiß, wo die Angeklagte derzeit wohnt. Für Staatsanwältin Birgit Jürgens Grund genug, einen Haftbefehl zu beantragen, den das Gericht auch erließ.

Schon im Vorfeld, so teilte Richter Rudolf Fink den Prozessbeteiligten mit, hatten zwei Verteidiger das Mandat niedergelegt. Der erste Verteidiger hatte dem Gericht gesagt, es werde keine Einlassung der Angeklagten geben. Er befürchte, dass das Gericht eine psychiatrische Begutachtung der Dorstenerin in Auftrag geben könne. Das Mandatsverhältnis wurde letztlich aufgelöst.

"Großen Knall" angekündigt

Der zweite beauftragte Anwalt hatte berichtet, die Angeklagte habe angekündigt, es werde "zum großen Knall" kommen. Was darunter zu verstehen ist, blieb unklar. Jedenfalls, so äußerte der Anwalt gegenüber dem Richter, wolle er als Verteidiger daran nicht mitwirken. Er bat "dringlichst" darum, nicht als Pflichtverteidiger benannt zu werden.

Feuer an sieben Stellen gelegt

Der Dorstenerin wird vorgeworfen, in den frühen Morgenstunden des 7. Februar im Keller des Mietshauses, in dem sie damals lebte, an sieben verschiedenen Stellen Feuer gelegt zu haben. Da Benzin als Brandbeschleuniger benutzt wurde, kam es zur Explosion. Dabei wurde das Gebäude beschädigt. Flammen, Rauch und Löschwasser machten die Wohnungen unbewohnbar.

Die im Haus befindlichen Mieter wurden durch das Feuer in Todesgefahr gebracht. Das Treppenhaus konnte wegen der Rauchentwicklung nicht als Fluchtweg benutzt werden. Die Dorstenerin, so behauptet die Anklage, sei sich bei der Brandlegung der Gefahren und möglicher Folgen bewusst gewesen.

Der Prozess wird frühestens im Januar einen neuen Anlauf nehmen.

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