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Schmerzensgeldprozess

Oralsex am Drive-In und das Nachspiel

Dorsten Ein pikantes Zwischenspiel am Drive-In-Schalter von McDonald's am Busbahnhof hatte am Donnerstag ein Nachspiel vor dem Amtsgericht Dorsten. Mutmaßlicher Oralsex am Bestell-Schalter war der Auslöser für eine Körperverletzung. Eine Frau fordert 2.500 Euro Schmerzensgeld.

Oralsex am Drive-In und das Nachspiel

Anwalt Burkhard Benecken ist hocherfreut über den Ausgang des Zivilverfahrens.

Doch die Richterin erbat sich nach eingehender Vernehmung dreier Zeugen Bedenkzeit. Ein Urteil werde sie erst am Freitag (9.1.) fällen, sagte sie. Opferanwalt Burkhard Benecken will jedenfalls aufs Ganze gehen: Weil eine Frau Prügel von einem Mann bezog, besteht er auf Schmerzensgeldzahlung für seine 22-jährige Mandantin. "Es ist besonders niederträchtig, wenn ein Mann eine Frau schlägt", meinte er. Vor allem im Hinblick auf die zunehmende Gewalttätigkeit von Männern auch gegenüber Frauen will er einen Präzedenzfall schaffen, um mutmaßlichen Opfern Genugtuung zu verschaffen.

Das war passiert: Ein 25-jähriger Autofahrer attackierte eine 22-Jährige Dorstenerin, die  Fotos von ihm gemacht haben soll, als er sich mutmaßlich von seiner Beifahrerin verwöhnen ließ.

"Meine Mandantin saß abends mit einer Freundin in dem Schnellrestaurant, als der Beklagte mit seinen Auto am Drive-In-Schalter vorfuhr. Meine Mandantin und ihre Freundin beobachteten, wie sich die Beifahrerin über den Schoß des 25-Jährigen beugte und ihren Kopf auf- und ab bewegte. Die Frauen mutmaßten, dass die beiden Oral-Sex im Auto hatten", sagt der Anwalt des Opfers, Burkhard Benecken. 

Dorsten Saftige Anekdote am Drive-In-Schalter des McDonald's-Restaurants am Bahnhof: Es geht um Oral-Sex eines Pärchens im Auto und das Nachspiel auf dem Parkplatz des Schnellrestaurants.mehr...

Zum Nachspiel sei es dann laut Auskunft von Benecken auf dem Parkplatz des Schnellrestaurants am Dorstener Bahnhof gekommen. "Der Mann stellte meine Mandantin zur Rede, weil er meinte, sie habe Fotos von ihm gemacht. Das wurde von ihr bestritten. Daraufhin verpasste er ihr einen Schlag ins Gesicht und sie stürzte zu Boden."

Nachweislich musste sich die 22-Jährige laut Auskunft ihres Anwaltes drei Tage lang im Dorstener Krankenhaus behandeln lassen, um die Folgen des Schlages und des Sturzes auszukurieren. Der 25-Jährige bestreitet die Vorwürfe aber. "Er erzählte, dass seine Freundin sich über ihn gebeugt habe, um die Menütafel besser ablesen zu können", meinte Benecken seinerzeit.

Die Verhandlung wird am Freitag also vor dem Zivilgericht im Amtsgericht Dorsten um 12 Uhr fortgesetzt, weil beim Auftakt zwei Zeugen fehlten. Für Burkhard Benecken ist dieser Fall aus einem besonderen Grund wichtig: "Erstmals wird ein neuer Faktor für die Frage der Höhe eines Schmerzensgeldes in einem deutschen Rechtsstreit eingeführt. Es geht darum dass ein eigenständiges Kriterium für Schmerzensgeldprozesse eingeführt werden soll. Das lautet: "Wenn ein Mann eine Frau schlägt, wird dies schmerzensgelderhöhend berücksichtigt". 

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