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Osterfeuer lodern unter neuen Auflagen

Osterfeuer lodern unter neuen Auflagen

<p>Osterfeuer wie dieses im Jahr 2006 wird es auch 2008 geben, wenn sie eindeutig vom gemeindlichen Ordnungsamt als Brauchtumsfeuer anerkannt werden können. Archivfoto: Scheffler</p>

Schermbeck Osterfeuer wird es auch im kommenden Jahr im Gemeindegebiet geben, sofern der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung der einstimmigen Empfehlung des Planungs- und Umweltausschusses folgt. Allerdings müssen strenge Auflagen beachtet werden. Es dürfen nur Brauchtumsfeuer abgebrannt werden, wenn sie wirklich zweifelsfrei der Brauchtumspflege dienen. Feuer, die angezündet werden, um pflanzliche Abfälle zu beseitigen, sind nicht zulässig.

Antrag stellen

Die Brauchtumsfeuer müssen bis spätestens zwei Wochen vor der Durchführung beim Ordnungsamt mit einem speziellen Antragsformular angezeigt und bewilligt werden. Das Osterfeuer darf nur an einem einzigen Tag zwischen Karsamstag und Ostermontag abgebrannt werden. Es dürfen nur unbehandeltes Holz, Baum- und Strauchschnitt sowie sonstige Pflanzenreste verbrannt werden. Das Brennmaterial sollte zum Schutz von Kleintieren nicht zu früh zusammengetragen werden. Auf Antrag der CDU wurde der ursprünglich von der Verwaltung angedachte Zeitraum von 14 Tagen auf vier Wochen erweitert. Das Brennmaterial muss am Vortag oder am Tag des Abbrennens zum Schutz der Tiere noch einmal umgeschichtet werden.

12 Meter Durchmesser

Die acht Meter Durchmesser, die der Verwaltungsentwurf vorsah, erschienen CDU und SPD als zu klein. Die Mehrheit empfahl dem Gemeinderat einen Durchmesser von zwölf Metern. Mit ihrem Antrag auf Erhebung einer Gebühr konnte sich Ulrike Trick von Bündnis 90/Die Grünen nicht durchsetzen. Verwaltung und die übrigen Ausschussmitglieder hielten den Verwaltungsaufwand zur Erhebung der Gebühr für unangemessen. Ein Teil der bisherigen Osterfeuer wie jenes am Pfadfinderhaus wird an den bisherigen Stellen nicht mehr durchgeführt werden können, da sie der vorgeschriebenen Abstandsregelung nicht entsprechen. Die Feuer müssen einen Abstand von 100 Metern zu Gebäuden einhalten, die zum Aufenthalt von Menschen bestimmt sind, 25 Meter von sonstigen baulichen Anlagen, 50 Meter zu öffentlichen Verkehrsflächen sowie Bahnlinien und zehn Meter zu befestigten Wirtschaftswegen. H. Sch.

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