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Im Jüdischen Museum

Paul-Spiegel-Berufskolleg stellt Ideen zur Toleranz aus

DORSTEN Eine ganze Ausstellung durfte das Paul-Spiegel Berufskolleg im Jüdischen Museum gestalten. Die Themen lauteten "Welche Farben hat die Toleranz?" und "DenkMal - Dein Name ist Mensch!" Heraus kamen zahlreiche kreative Beiträge. Sogar ein Hip-Hop Stück ist dabei.

Ein professionell produzierter Toleranz-Rap begrüßt als Endlosschleife die Ausstellungsbesucher – akustische Einstimmung auf das, was die Betrachter der Werke optisch erwartet: „Welche Farben hat die Toleranz?“, heißt die Frage – „ziemlich bunte“, lautet die Antwort. Es passiert selten, das Schulen eine komplette Ausstellung im Jüdischen Museum Westfalen gestalten dürfen. Um so stolzer können die Schüler des Paul-Spiegel-Berufskollegs und dessen Leiter Norbert Weber sein, dass ihre Werke in den kommenden Wochen dort zu sehen sein werden. Das Berufskolleg schreibt bekanntlich seit 2009 im Biennale-Rhythmus einen Kunst- und Kulturpreis zu einem vorgegebenen Thema aus, um die Farben der Toleranz ging es bei der Premiere, zwei Jahre später hieß das Motto „DenkMal – Dein Name ist Mensch!“ In beiden Jahren erhielten die teilnehmenden Klassen je ein gleichgroßes Flaggenelement, das sie individuell gestalten konnten. So entstanden jeweils 60 Kunstwerke, die zu einer großen Fahne zusammengefügt und an der Außenfassade des Berufskollegs aufgehängt wurden. Einige dieser Elemente sind nun ab Sonntag in den Räumlichkeiten des Museums zu sehen.

Aber nicht nur das: Einzelne Jugendliche und Klassen-Teams konnten sich parallel an einem weiteren Kreativ-Wettbewerb zu den Themen beteiligen. Ihren Ausdrucksformen war dabei keine Grenze gesetzt. Und so zeigt die Ausstellung auch Fotos, Videos und Skulpturen zu den Themen „Toleranz“ und „Menschlichkeit“ – und lässt das Hip-Hop-Stück ertönen, das zwei Schüler im Vorjahr komponiert hatten. Warum sich das Dorstener Berufskolleg so intensiv mit der Menschenwürde auseinander setzt? „Den Namen von Paul Spiegel zu tragen, bedeutet für uns, dass sein Lebenswerk im Schulleben festverankert sein muss“, erläutert Norbert Weber. Und dazu gehört auch die kreative und kulturelle Teilhabe der Schüler an den Wettbewerben.   

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