Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige

Mitarbeiter dringend gesucht

Personal im Pflegebereich ist weiter Mangelware

Dorsten Die Gesundheits- und Pflegebranche sucht weiter nach qualifiziertem Personal. Auch die Dorstener Agentur für Arbeit machte bei der Veröffentlichung ihrer neuesten Arbeitsmarktzahlen auf diesen Engpass aufmerksam. Warum ist es so schwierig, die Stellen zu besetzen?

Personal im Pflegebereich ist weiter Mangelware

Detlef Krause, Geschäftsführer des Pflegedienstes »Aktivpflege«, sucht nach qualifiziertem Personal.

18 freie Stellen in den Bereichen Alten- sowie Gesundheits- und Krankenpflege waren Stand 30. September 2014 nicht besetzt, wie Cordula Cebulla auf Anfrage erklärte. Für die Pressesprecherin der Agentur für Arbeit im Kreis Recklinghausen liegt der Grund für diesen Engpass auf der Hand: "Es gibt einfach nicht genug qualifiziertes Personal."

"Branche hat Zukunft"

Seit Jahren versucht die Behörde, diesem Mangel mit gezielten Aktionen entgegenzuwirken. So werde vor allem versucht, Arbeitslose umzuschulen oder Pflegehelfer zu examinierten Fachkräften auszubilden. Trotz allem bleibe dieser Berufszweig eine "Engpassbranche", besonders angesichts der immer größer werdenden Zahl an pflegebedürftigen älteren Menschen. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen betont Cebulla: "Die Pflegebranche hat Zukunft."

Bianca Greve sucht nun schon ein Jahr lang vergeblich. Vor zwölf Monaten nahm der ambulante Altenpflegedienst "Pflege im Herzen Dorstens" seine Arbeit auf, genauso lange versucht die Geschäftsführerin nun schon, genügend examiniertes Fachpersonal einzustellen. Bisher vergeblich. Das mache insbesondere die Besetzung von Wochenenddiensten nicht gerade einfach.

Dafür geboren sein Warum aber ist es so schwierig, diese Stellen zu besetzen? "Man muss für einen solchen Beruf geboren sein", sagt Greve. In der Pflege sei man schließlich immer wieder mit Krankheiten und Tod konfrontiert, die charakterlichen Voraussetzungen müssten passen. Auch Detlef Krause sucht seit mittlerweile zwei Monaten gleich mehrere examinierte Fachkräfte für seine "Aktivpflege". "Wir werden in Zukunft reichlich ausgebildetes Pflegepersonal brauchen", sagt der 65-Jährige. Den Mangel bekämpft er nun, indem er seinen Nachwuchs selbst ausbildet.

Auf dem selben Wege macht es das St.-Elisabeth-Krankenhaus. Erst vor wenigen Wochen haben 21 Azubis ihre Ausbildung im Bereich Pflege abgeschlossen. "Wir sind dadurch bestens versorgt", sagt Pressesprecherin Nina Türck. Der Großteil der Nachwuchskräfte werde übernommen, auch sonst seien momentan alle Stellen besetzt.

Kerstin Schönlau ist als Prokuristin für die Seniorenhilfe der Diakonie Bottrop, Gladbeck und Dorsten auch zuständig für das Altenzentrum Maria Lindenhof. Hier könne man Stellen mit eigenen Auszubildenden besetzen. Die Planung des ambulanten Dienstes hingegen erfordere ein höheres Maß an Flexibilität, was den Personalbedarf angeht. "Unter einem Mangel leiden wir aber nicht", so Schönlau.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Rundgang durchs Verwaltungsgebäude

Rathaus soll unter Denkmalschutz gestellt werden

Dorsten Dorstens Rathaus ist ein "Sahnestück". Das sagen Architekten und Denkmalschützer. Es soll unter Denkmalschutz gestellt werden. Ratsmitglieder konnten beim Rundgang am Dienstag nur staunen, als ihnen Besonderheiten der Baukunst der 1950er-Jahre präsentiert wurden.mehr...

CDU-Vorschlag

Millionenspritze für das Petrinum?

Dorsten Eltern gehen auf die Barrikaden, weil im Gymnasium Petrinum vieles im Argen liegt. Jetzt kommt möglicherweise Bewegung in den Sanierungsstau. Aber Schüler und Lehrer sollen auch in die Pflicht genommen werden.mehr...

Appell zeigt Wirkung

Kontrollen: Keine Blechlawinen mehr an Schulen

Dorsten Kurz nach Schuljahresbeginn hatte die Stadt eine „Blechlawine“ an der Bonifatiusschule sowie am Schulzentrum Pliesterbecker Straße festgestellt und Kontrollen gemacht. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.mehr...

Neues Stadtprinzenpaar

Robert I. und Heidrun I. regieren die Narren

Dorsten Zwei alte Bekannte führen den Holsterhausener Carnevals-Club (HCC) durch die Session 2017/2018. Robert I. und Heidrun I. sitzen erneut auf dem Thron, nachdem ihnen 2016 ein Sturm in die Quere kam.mehr...

Medienhaus Lensing Hilfswerk

Stimmen Sie ab: Welche Vereine gewinnen einen Bildungsscheck?

Dorsten Drei Fördervereine aus Dorsten können insgesamt 5000 Euro gewinnen. Sie entscheiden, welche Bildungseinrichtungen erstmals vom Medienhaus Lensing Hilfswerk unterstützt werden, Die Abstimmung läuft bis zum 23. Oktober.mehr...

Interview mit Christine Sommer

Bekannte Schauspieler kommen zur Lesung

Dorsten Sie wohnen nur wenige Steinwürfe von Dorsten entfernt, dennoch ist das Schauspieler-Ehepaar Christine Sommer und Martin Brambach mit Wahlheimat Recklinghausen im Moment schwer erreichbar. Mit etwas Glück gelang es Redakteurin Anke Klapsing-Reich aber doch, Christine Sommer in einer Drehlücke in Kitzbühel am Handy zu erwischen und zu ihrem Live-Auftritt am 16. September in Dorsten zu befragen.mehr...