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Viel Programm

Pestalozzischule feierten ihren 100. Geburtstag

Dorsten Die Pestalozzischule an der Storchbaumstraße feierte am Samstag ihr 100-jähriges Bestehen mit viel Programm und einem Schulfest.

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Schulleiterin Renate Sterzenbach (vorne, l.) hatte viel Spaß an den Aufführungen.

Früher ging es viel sittsamer zu als heute, das zeigte das Theaterstück "Schule früher".

Renate Sterzenbach, Schulleiterin der Pestalozzischule seit 2004, begrüßte die zahlreichen Gäste in der Sporthalle der Schule. Unter ihnen befanden sich Vertreter anderer Dorstener Grundschulen, der Kirchen und der Stadt. Die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Briefs beglückwünschte die Schule zum 100-jährigen. „Weiter so“, war der Konsens aus der Rede der Elternvertreterin Renate Frodermann.

Die Kinder zum verantwortungsvollen Miteinander, zu Toleranz und Offenheit zu erziehen, jedes Kind entsprechend seiner Persönlichkeit individuell zu fördern, Lernfreunde und Leistungsbereitschaft zu erwecken und zu entwickeln – das gehört zu den Schwerpunkten der Erziehungs- und Bildungsarbeit der Pestalozzischule. Das Engagement der Lehrer, diese Ziele in Zeiten leerer Kassen und schwieriger Bedingungen zu erreichen, wurde von den Rednern gelobt und von den Gästen mit Applaus belohnt. Über die wechselhafte und oft verwirrende Geschichte der Schule referierte Schulleiterin Renate Sterzenbach.

„Liebe Kinder, nun müsst ihr noch eine Rede ertragen“, versuchte sie aufzumuntern. 1912 wurde an der Storchsbaumstraße die katholische Overberg-Volksschule erbaut. In direkter Nachbarschaft, im heutigen Gebäude der Zweigstelle der Agathaschule, existierte zum damaligen Zeitpunkt bereits die evangelische Pestalozzischule, ebenfalls eine Volksschule. Beide Schulen durchlebten eine wechselhafte, von Kriegszerstörung, Bekenntnisfragen und Bildungsnotstand geprägte Zeit. Seit den 60er-Jahren, als die Schulform „Volkschule“ abgeschafft wurde, ist die Pestalozzischule eine Gemeinschaftsgrundschule. 1973 schließlich zog sie an ihren jetzigen Standort und die Overbergschule wurde aufgelöst. Nach dieser Rede kam bei den Schülern wieder Stimmung auf. „Drei Stockhiebe für das vergessene Taschentuch, drei Stockhiebe für unverschämtes Antworten.“

Im Theaterstück „Schule früher“ herrschten noch andere Erziehungsmethoden. „War das damals wirklich so“, fragte eine Schülerin ihre Mutter ungläubig. „Setzt euch gerade hin, Hände auf den Tisch und zeigt eure Fingernägel“, tönte es streng von der Bühne. „Wer ein braves Kind will sein, der halte sich und seine Kleidung rein.“ Dieser Unterricht von damals führte zu Dauerlachern bei den Kids von Heute. Weitere Sketche, Lieder und Theatervorführungen mit den Schülern der Pestalozzischule als Hauptakteure schlossen sich an. Die Gäste waren begeistert. „Toll, was die Kinder auf die Beine gestellt haben“, schwärmte eine Mutter. Nach dem Schlusslied des Schulchores war der offizielle Teil des Jubiläums beendet und beim großen Schulfest wurde weiter gefeiert. Für Speis und Trank war bestens gesorgt und auch die Kinder amüsierten sich nun prächtig. „Das Gerede fand ich langweilig, aber jetzt ist alles ganz toll“, meinte ein Mädchen.

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