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Stelle neu eingerichtet

Petra Kulhoff ist die städtische Flüchtlingskoordination

Dorsten Sie will "Hürden für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer wegräumen", wie Petra Kulhoff selbst sagt. Will das Flüchtlingsthema innerhalb der Verwaltung besser koordinieren. Will Angebote und Hilfen für Flüchtlinge deutlicher sichtbar machen. Die 38-Jährige ist die neue städtische Flüchtlingskoordinatorin.

Petra Kulhoff ist die städtische Flüchtlingskoordination

Sozialdezernent Lars Ehm (l.) und Sozialamtsleiter Thomas Rentmeister (r.) stellten die neue städtische Flüchtlingskoordinatorin, Petra Kulhoff, vor.

Zuvor war die Sozialwissenschaftlerin in einem interkulturellen Projekt bei der Stadt Recklinghausen tätig. Zum 1. August hat sie die neu eingerichtete Stelle in der Dorstener Stadtverwaltung angetreten - eine Tätigkeit, die es zuvor in Dorsten noch nicht gegeben hat.

Das Thema bleibt akut

„Das Thema bleibt in Dorsten akut und deshalb werden immer wieder Fragen an die Stadt gerichtet“, erklärte gestern Sozialdezernent Lars Ehm bei der Vorstellung der neuen Mitarbeiterin. Petra Kulhoff ist deshalb nun zentrale Ansprechpartnerin bei der Stadt für Einrichtungen und auch Bürger, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Sie sei kein Ersatz für diejenigen, die sich wie die Caritas oder das evangelische Migrationsreferat um Flüchtlinge kümmern, sagt Lars Ehm: „Sondern eine willkommene Ergänzung.“

Viele Ehrenamtliche kennengelernt

Petra Kulhoff hat in den ersten Wochen versucht, möglichst viele Einrichtungen und Ehrenamtliche kennenzulernen. „Es ist vorbildlich, wie es hier in den Flüchtlingsunterkünften aussieht, wie viele Integrationslotsen sich hier engagieren“, sagt sie. Gerade die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen sei ihr wichtig: „Sie sind meine Zulieferer, sie sind meine Feinfühler an der Basis.“ Die neue Flüchtlingskoordinatorin hat bereits erste Kooperationen angestoßen. Mit dem Landessportbund, wobei es um die Integration von jungen Flüchtlingen in Vereinen geht. Oder mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Inhalt waren die psychosozialen Belastungen von Flüchtlingen.

Dorstener helfen

Innerhalb der Verwaltung sorgt Petra Kulhoff dafür, dass es keine Kollisionen unter den Anbietern von Sprachkursen mehr gibt. Und den neuen Flyer der Arbeitsgemeinschaft für Integration und Sprache hat sie auf der Flüchtlingshilfe-Internetseite online gestellt. „Es geht bei der Stelle nicht darum, sich um Flüchtlings-Einzelfälle zu kümmern“, sagt Sozialamtsleiter Thomas Rentmeister, in dessen Zuständigkeit die Flüchtlingskoordination liegt. Sondern darum, die „Willkommenskultur“ in Dorsten transparent und tatkräftig zu etablieren.

Petra Kulhoff wird deshalb federführend das gleichnamige „Soziale Mitte“-Projekt betreuen, in dem es neben dem Schaffen eines Treffpunkts auch darum gehen wird, „ wie die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingen kann“, so Rentmeister. Eine Willkommensbroschüre „Ankommen in Dorsten“ sei bereits in Arbeit.

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