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Radtouristik litt unter Regenschauern

RSC bot attraktive Routen rund um Dorsten an

Dorsten Der RSC veranstaltete am Sonntag wieder seine Radtouristiktour. Das sportliche Event litt aber stark unter den April-Schauern. Dabei hatte sich der Radsportclub einmal mehr alle Mühe gegeben, den Teilnehmern attraktive Routen rund um Dorsten anzubieten. Die Teilnehmer waren voll des Lobes.

RSC bot attraktive Routen rund um Dorsten an

Auch diese Gruppe machte sich am Sonntag auf den Start rund um Dorsten. Schweda

Die schlechte Wetter-Prognose konnte Egbert Hennemann nicht schrecken. „Wir haben uns das vorgenommen und dann machen wir das jetzt auch“, erklärte der Rennradfreund, als er sich am Sonntagvormittag bei einem Regenschauer mit seinem aus Coesfeld angereisten Sohn Andreas sowie mit Silke Göntgens auf die 42-Kilometer-Strecke der Radtouristik „Rund um Dorsten“ machte.

Wie der Dorstener Egbert Hennemann, der in den Farben der Essener „Sportgemeinschaft Ruhrgas“ an den Start ging, nahmen in diesem Jahr insgesamt rund 320 Fahrer an der vom Radsportclub RSC Dorsten organisierten Veranstaltung für Radsportler und Freizeitradler teil. „Wir hatten allerdings mit doppelt so vielen Fahrern gerechnet“, waren Vereins-Vorsitzender Uwe Kähler und Stephan Rokitta (RSC-Fachwart für Rennsport) aber ein wenig enttäuscht von der Resonanz.

Nicht nur das Wetter sorgte dafür, dass sich weniger Radfahrer am Startpult in der Pausenhalle des Paul-Spiel-Kollegs für die insgesamt vier unterschiedlich langen Strecken anmeldeten.

„Aus personellen und organisatorischen Gründen haben wir dieses Mal auf die Marathon-Strecke verzichtet“, so Stephan Rokitta. Diese mehr als 200 Kilometer lange Tour hatte in den vergangenen Jahren immer eine Menge Zuspruch erfahren. „Doch es wird auch für immer schwieriger, ehrenamtliche Helfer für eine solche Veranstaltung zu finden“, so Uwe Kähler. „In Münster und Halten sind die RTFs in diesem Jahr sogar ausgefallen.“

Jedes Wochenende

Jedes Wochenende in der Radsaison findet irgendwo in Deutschland eine von Radsportclubs organisierte Radtouristik-Fahrt (RTF) statt. Wer gegen ein Startgeld daran teilnimmt, bekommt Punkte für die jeweiligen Strecken gut geschrieben, sie werden in einem Stempelheft vermerkt. An Kontrollstellen wird überprüft, ob die Radler auch wirklich die Strecke absolvieren.

Mark Trapkins (Mitglied im RSC Erkelenz) hat in diesem Jahr bereits sieben solcher RTFs absolviert. „Schöne Landschaft, stimmige Verkehrsführung und Ausschilderung und eine sehr gute Verpflegung“, lobte er anschließend die Organisation des RSC Dorsten. Der Wuppertaler wollte eigentlich die lange 151-Kilometer-Tour machen. „Ich hatte aber meine Regenjacke zu Hause vergessen, deswegen habe ich abgekürzt.“

50 Ehrenamtliche

Gut 50 ehrenamtliche Helfer hatte der Dorstener Radsportverein im Einsatz. Sie hatten Hinweisschilder aufgehängt, damit sich nicht die Teilnehmer nicht verfahren, hatten die Kontrollstellen besetzt und unterwegs für Verpflegung gesorgt.

Die RTF-Gäste, die aus ganz NRW und sogar aus Dachau (Bayern) nach Dorsten gekommen waren, konnte sich nach der kräftezehrenden Ausfahrt im Berufskolleg bei Kuchen und Grillfleisch stärken und die Duschen der Turnhalle nutzen.

Die größte Gruppe stellte das „Team Lembeck“ des dortigen Sportvereins. Der jüngste Teilnehmer war neun Jahre alt, der älteste 81 Jahre. Die älteste Frau war Inge Lischner. Die 78-Jährige ist Mitglied im Dortmunder Radsportverein „Sturmvogel“ und trotzte dem Regen auf ihrer 42-Kilometer-Strecke, die sie mit ihrem E-Bike absolviert hatte. „Gut, dass man mit diesen Rädern auch bei RTFs teilnehmen kann“, sagt sie. „Ich habe seit ein paar Jahren Probleme mit dem Knie, ein normales Rad ist mir inzwischen zu anstrengend geworden.“

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